Magazin für die Wissenschaft des Judenthums
- Journal
- Magazin für die Wissenschaft des Judenthums
- Volume
- 14 (1887)
- Issue
- 1 (1887)
- Date
- 1887-01-01
- Page
- Seite 140 (sequence 172)
- Language
- German
- Belongs to
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- Hebron 1× ep/1047559
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140 Benzion Behrend. denkönig dasselbe ins Leben gerufen hat. Denn nahe liegend ist es, da David nach dem Tode Sauls von Ziklag mit den Seinigen und seiner großen Zahl von Kriegern nach Hebron übersiedelte und dort zum König über Juda gewählt wurde (3. Sam. 2, 2—4), daß er seine Heldenstreiter in Aemter und Würden, je nach Verdienst, Begabung und Talent, einsetzte und sich derart sowohl Hofbeamte wie namentlich Milizbeamte creirte. Besondere Aufmerksamkeit scheint er gleich nach Antritt seiner Regierung der Organisation eines Volksheeres zugewendet zu haben. Die Idee hierzu ist, wie bereits erwähnt, in der Einleitung des Klageliedes über Saul und Jonathan, die im Kriege gegen die Philister geblieben, enthalten. Zu der Zeit war David noch nicht König, und dennoch stellte er die Noth- Wendigkeit in den Vordergrund, daß die Einübung und sichere Handhabung des Bogengeschosses für die ״Bene Jehuda" gebotene Pflicht sei. Man kann daher zuversichtlich voraussetzen, daß er gleich nach seinem Regierungsantritt, schon um für alle Eventualitäten gerüstet zu sein, ein Volksheer gegründet habe. Für diese Voraussetzung läßt sich auch ein Beweis beibringen. Der Bericht über die Heeresorganisation 1 Ehr. Cap. 27, dessen Aechtheit wohl nicht in Zweifel gezogen wird, und nach welchem von Monat zu Monat je 24000 Mann behufs Ein- Übung in der Handhabung der Waffen einberufen wurden, macht auch zwölf Oberbefehlshaber aus der Zahl der Helden Davids, der ״Gibborim", namhaft, wovon abwechselnd Jeder je einen Monat fungirte. Im zweiten Monat hatte, nach diesem Bericht (Eleasar ben), Dodo, oder Dodai, im dritten Monat Benaja und im vierten Monat Aßael den Oberbefehl, wie es scheint blos dem Namen nach, denn in Wirklichkeit waren es, was ausdrücklich angemerkt ist, die Söhne der genannten Helden, die im Namen ihrer Väter den Oberbefehl hatten und ausübten. Die Frage ist nun; bildeten diese drei Gibborim eine Ausnahme, daß in Folge besonderer Vergünstigung die drei Monate ihre Namen hatten und ihre Söhne für sie fungirten, oder haben sie in früherer Zeit den Oberbefehl selbst geführt? Diese Frage ist dahin zu beantworten, daß an eine besondere Bevorzugung, die