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Magazin für die Wissenschaft des Judenthums · 1887-01-01 · 1 (1887) · p. Seite 124

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Journal
Magazin für die Wissenschaft des Judenthums
Volume
14 (1887)
Issue
1 (1887)
Date
1887-01-01
Page
Seite 124 (sequence 156)
Language
German
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124 Benzion Behrend. richt 2 Sam. 15, 18 scheint durch אשר־באו ברגלו מגת dieses Verhältniß anzudeuten. Die Ansprache David's an Jttai: ״kehre um und bleibe beim Könige" kann lediglich auf einen auswärtigen König, aber nicht auf Absalom, wie zwar allgemein, aber irrthümlich angenommen und erklärt wird, bezogen werden; einmal weil David denjenigen, welcher ihm den Thron rauben und vielleicht auch das Leben nehmen wollte, obgleich sein leiblicher Sohn, in Gegenwart des ihm begleitenden Volkes nicht König genannt und dessen Anerkennung als solchen nicht selbst proklamirt haben wird. Allerdings nimmt David nach II. 15, 35, keinen Anstand, wohl im Beisein seiner Getreuen und Vertrauten, dem Chuschai die Weisung zu ertheilen, Absalom als König anzuerkennen und anzureden, aber es war ein nothwendig politisches Mittel von Seiten David's zur Erreichung des für ihn vortheilhaften Zweckes. Auch die Weisung David's an Chuschai: ״Was du erfahren wirst aus dem Hause des Königs" (V. 35), spricht nicht für die Anerkennung Absalom's als König von Seiten David's, da hier unter בית המלך lediglich der Königliche Palast, den David erst vor wenigen Stunden verlassen, zu verstehen ist. Zweitens setzt der Befehl: ״kehre um und bleibe beim Könige," dessen Existenz in dem Orte wohin Jttai zurückkehren sollte, voraus; Absalom aber war zu der Zeit, als David aus Jerusalem floh und die Weisung an Chuschai ertheilte, erst im Anzuge zur Hauptstadt, aber nicht in derselben. Und drittens weisen die Vorkehrungen, die David bei seiner Entfernung aus Jerusalem getroffen, seine worden- David scheint nach der Eroberung von Gath dem Herrscher dieser Stadt, der wohl bis dahin einer der fünf philistäischcn Fürsten war, den Titel ״König" beigelegt zu haben, einestheils um ihn durch diesen Titel über seine bisherigen Verbündeten zu stellen, und anderntheils um sie von diesem höher betitelten Verbündeten abzuwenden und sich einen zuverlässigen Vasallenkönig zu schaffen. 1 Sam. 21,12. u. 27,2. ist Achisch bereits als König bezeichnet, wo unter weniger der höbere Rang, als vielmehr ״Selbstherrscher" zu verstehen ist. Im Verein mit den vier anderen philistäischen Fürsten (29,2—5), war Achisch bloS der Fürst, der sich dem Majoritätsbeschlüße zu fügen hatte. Derart dürfte der Widerspruch zu beseitigen sein.

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