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Magazin für die Wissenschaft des Judenthums · 1887-01-01 · 1 (1887) · p. Seite 103

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Journal
Magazin für die Wissenschaft des Judenthums
Volume
14 (1887)
Issue
1 (1887)
Date
1887-01-01
Page
Seite 103 (sequence 135)
Language
German
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Bücherschau. 103 wird selbst derjenige, der auf abweichendem Standpunkte steht, die vorliegende Einleitung mit Nutzen lesen. Seite 6 vermissen wir in der Einleitnngs-Litteratur Bleek-Wellhausen. Auch beim Pentateuch sind die Arbeiten Wellhausens sowie die Entgegnnngen, die sie hervorgerufen, nicht berücksichtigt. Was S. 458 über Onkelos gesagt wird, ist nach Berliners ״Targum Onkelos Band II" hinfällig. Andere unbedeutende Unrichtigkeiten sind z. B.: S. 233 wird von einem ״Talmudtraktat Sifri" gesprochen. Der Sifri (besser Sifrö) ist aber kein Talmudtraktat, sondern ein Midrasch (Schriftanslegung der alten Rabbiner) zu Numeri und Deuteronomium. S. 268 Note 1 muß anstatt ״die Gemarah zur megill." heißen: ״Talmud-Tr. megill." Wir wünschen dem Buche wegen seines strenggläubigen Standpunktes die weiteste Verbreitung. Fritz Dr. Johannes, Aus antiker Weltanschauun g. Die Entwickelung des jüdischen und griechischen Volkes nach den neuesten Forschungen dargestellt. Hagen i. W. 1886. Herrmann Risel & Co. (433 u. IV Seiten). Nachdem der Vers, in der Einleitung (S. 1—63) eine kurze Uebersicht der bedeutendsten religionsgeschichtlichen Arbeiten (von Tiele, I. Lippert, H. Spencer, Rudolf Seidel, Ebrard, Steude, Schelling, Delff, Max Müller, M. Carrisre und Anderen) über die Anfänge des religiösen Lebens, beziehungsweise der Civilisation gegeben, läßt er das Hauptwerk in drei Büchern folgen. Buch I, ״Das jüdische Volk" überschrieben, behandelt die biblische Geschichte von den Patriarchen bis zur Restaurationsperiode nach der Rückkehr der Juden aus dem babylonischen Exil. Der Darstellung des Verf.'s liegen die kritischen Arbeiten der Bibelforscher aus den letzten Decennien zu Grunde (Hupfeld, Wellhausen, Bertheau, Knobel, Hitzig u. A.). Die Ansichten der gläubigen Theologie (vertreten z. B. durch Hengstenberg, Hävernik, Keil), die den Pentateuch als einheitliches Ganze dem Moses zuschreibt, werden von der ״einer glaubensseligen Annähme abholden Betrachtungsweise" der Verfassers stets zurückgewiesen. In! II. Buche wird ״die griechische Welt" vorgeführt, wobei die Gedankenwelt des griechischen Volkes als Gegenbild

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