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Magazin für die Wissenschaft des Judenthums · 1886-01-01 · 1 (1886) · p. Seite 15

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Journal
Magazin für die Wissenschaft des Judenthums
Volume
13 (1886)
Issue
1 (1886)
Date
1886-01-01
Page
Seite 15 (sequence 17)
Language
German
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Die ältesten Mischna-Compositionen. 15 Priester Zacharias ben Phalek sich in Tosefta Schekalim II,§ 14 wiederfinden, wo ein ״Sohn Phaleks" als Verwalter der Holzkammer oder der vielfach angesammelten Holzmaterialien, בן סלך על העצים, erscheint (vgl. Schekalim VI, 1, Middot II,5, Taanit IV, 5 und Bellum II. 17, 6). Sollte nun Elasar der Mischna der als Zelotensührer bekannte Sohn Simons sein*), so würde unfere Identification einen höheren Grad von Wahrscheinlichkeit erhalten. Steht es nur hiernach fest, daß die in Mischna 5,1 und Tosefta Schekalim 2, 14 genannten Beamten in der letzten Epoche des jüdischen Staates gelebt haben, so dürfen wir annehmen, daß ein Zeitgenosse derselben, der den Untergang überlebt, die uns vorliegende Beamtenliste angefertigt hat. Besitzen wir aber in Schekalim 5 nicht ein archivalisches, aus der Zeit des Tempelbestandes herrührendes Verzeichniß, so können auch die Traetate Middot (1,4), Tamid (3,2 30;מתיא בן שמואלb: גבעי ברח 3,8;7,3 בן אחא und Schekalun 5,1), und Joma (3,1,9: בן גמלא, vgl. Antiquit 20,9,7, 10—11, vgl. Tamid und Schekalim 1. c.) nich't früher als kurz nach 2) der Zerstörung des Tempels redigirt worden sein. *) Dafür ist auch nicht die geringste Wahrscheinlichkeit vorhanden. H. Kaum annehmbar erscheint die Vermuthung, daß unsere Liste noch zur Zeit des Tempelbestandes sollte angefertigt worden sein, weil bei der allgemeinen Vernichtung, die auch das Archiv traf, sie sich nur auf wunderbare Weise hätte erhalten haben können. Man würde aber vergebens nach einem stichhaltigen Grund suchen, wollte man annehmen, daß einTannaite privatim dieses Beamtenverzeichniß angelegt. JmUebrigen könnte die Differenz zwischen beiden Annahmen höchstens 19 Jahre betragen. Anm. der Red.: Die Beamtenliste ist durchaus kein Bestandteil für sich, sondern ein integrirender Theil der Mischna, die in den Lehr- Häusern gelehrt wurde. Die Namen erscheinen noch in andern Mischnajot (vgl. z. B. Schekalim V, 4; Joma III, 1; Tamid VII, 3). Ueber das Verhältniß der ältesten Tosefta zur Mischna haben wir in ״Magazin" 1882 S. ,159 ff. gesprochen. Wenn unsere Hypothese, daß die Mehrzahl der Beamtennamen Familiennamen sind, richtig ist, dann begreift man noch leichter die Stellung dieses Verzeichnisses in der Mischna. Es waren gewissen Familien Aemter gesetzlich zugetheilt. Das Verzeichniß war somit ein Bestandtheil des Mischna-Gesetzes. H.

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