Magazin für die Wissenschaft des Judenthums
- Journal
- Magazin für die Wissenschaft des Judenthums
- Volume
- 11 (1884)
- Issue
- 1 (1884)
- Date
- 1884-01-01
- Page
- Seite 30 (sequence 33)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
- OCR quality
- 94% known words query
- IRI
…/2572068-2572085-2572086--2038-2574184- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
OCR text
30 D. Hoffmann. der Schule des R. Jsmael angehören, denn es werden mitunter Sifre-Stellen als תנא דבי רב ישמעאל citirt, vgl. z. B. Nasir 25a mit Sifre Deut. 78, Maccot 5 a mit 189, Maccot 19b mtt 71, Schebuot 47b mit 6, Sanhedrin 68a mit 218 u. A. Es ist daher zu vermuthen, daß unser Sifre zu Deut, von den Schülern des R. Akiba redigirt morden und dann später Zusätze aus der Mechilta des R. Jsmael erhalten hat. Dagegen ist das Sifte zu Num. entschieden zum größten Theile aus der Jsmael'schen Schule hervorgegangeu, was vor Allem durch die zahlreichen dort befindlichen Controversen zwischen R. Josia und R. Jonathan bewiesen wird. Auch viele als תנא רבי ר׳ ישמעאל citirte Baraitot werden da angetroffen. Wenn auch, wie Frankel (hodeg. p. 80) meint, manche Spuren der Akiba'schen Schule da zu finden sein sollen, so mögen diese von einer spätern Ueberarbeitung herrühren. Da nun nach dem Talmud der Sifte von ר׳ שמעי! אליבא ךדי עקיבא redigirt wurde, überdies der Sifte des Talmuds auch den Midrasch zu Exod. enthielt (der doch keineswegs unsere Jsmael'sche Mechilta gewesen sein kann), so ist allerwahrscheinlichst der talmudische Sifre von dem unserigen verschieden gewesen, was aber nicht ausschließt, daß in letzteren manche Partien aus ersterem ausgenommen worden sind.