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Magazin für die Wissenschaft des Judenthums · 1883-01-01 · 1 (1883) · p. Seite 134

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Journal
Magazin für die Wissenschaft des Judenthums
Volume
10 (1883)
Issue
1 (1883)
Date
1883-01-01
Page
Seite 134 (sequence 137)
Language
German
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134 M. Lerner. tage ausgezeichrret werden, haben nicht nur die politische, sondern zugleich auch die religiöse Selbstständigkeit besiegelt. In gleicher Weise hat Hyrkan durch die Einnahme von Samaria (Nr. 18) und die Einverleibung von Bethsean und der Ebene Jesreel in Juda (Nr. 8) Hindernisse beseitigt, welche diese Städte den Jndäern in ihren religiösen Hebungen nicht selten bereiteten. Von den übrigen 28 Gedenktagen, die alle ihr religiöses Gepräge deutlich zu erkennen geben, feiern 3 allgemein religiöse Errungenschaften: Nr. 14: Die Vertreibung der desju3 primae noctis sich bedienenden syrischen ") Befehlshaber, ,Rr. ,16: Einstellen des bei Angabe der Regierungsjahre der Hohenpriester in öffentlichen Urkunden gebrauchten Gottesnamens, Nr. 21: Die durch den Tod des Herodes wieder- Steuer Leistung, sondern Steuerpächter (vgl. den 6. Gedenktag כלילאי) ----- drjß0<nwva1\ 2) bildete diese Steuerverweigerung einen nur momentanen Ausbruch des Volkesunwillens, der auf Agrippas Rede hin sich so schnell legte, daß ״die Archonten und Bouleuten" die fehlenden 40 Talente gleich zusammenbrachten (Bellum II, 17,1). Eine so rasch vorübergehende Aufwallung aber kann unmöglich als ewig denkwürdiges Ereigniß ausgezeichnet worden sein. Eher würde sich Herzfelds Annahme (Geschichte 1,408) empfehlen, wenn nicht vor Joseph der Hohepriester für das Volk die Steuern zu zahlen gehabt hätte (Antiquit. XII, 4). Offenbar aber hängt der 9. Gedenktag mit dem 6 eng zusammen. Wenn daher die Juden am 27. Jjar von .allen Steuern befreit wurden, (I Makkabb. 13,37,39 iu 1lepoutra^ß^ so dürsten in dem darauffolgenden Monat, den 25. Siwan, die königlichen Beamten, die 01 rm xptcäw (das. 37), welche zugleich die Steuern eingezogen, abberufen worden sein. Diese Vermuthung fand ich später bereits bei Schmilg S. 43,1, vgl. Brann a. O. 453. 19) Die Vertreibung der Römer in der Revolutionszeit (Gr. III, 610,24) kann in diesem Gedenktag deshalb nicht gefeiert werden, weil dieselben .nach Pellum II, 17,8—10 nur aus Jerusalem, aber nicht aus Judäa vertrieben wurden. Auch wäre es räthselhaft wenn der Schqliast aus Römern Griechen gemacht hätte. Wahrcheinlich aber hat er nicht תמאי, sondern '-Nvvj) gelesen, ein Wort, das er richtig mit den ״Lagern" der Syrer interprefirt hat. Somit hängen Nr. 6, 9 u. 14 zusammen und beziehen sich auf $in und dieselbe Zeit, ein Zusammenhang, den die gleiche Wendung:^אתנטילו . ... «?־,ודה ומירו^לי zu bestätigen scheint.

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