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Magazin für die Wissenschaft des Judenthums · 1883-01-01 · 1 (1883) · p. Seite 118

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Journal
Magazin für die Wissenschaft des Judenthums
Volume
10 (1883)
Issue
1 (1883)
Date
1883-01-01
Page
Seite 118 (sequence 121)
Language
German
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118 Ftecenfionen. man darin eine ganze Anzahl bahnbrechender Gedanken und überraschender Nachweisungen, die, einmal ausgestellt, hoffentlich nicht wieder verloren gehen, vielmehr zu weiterer ernster Forschimg auf dem vorgezeichueten Wege führen werden. Allein der Ernst aller hier einschlägigen Fragen und der streng wisienschaftliche Charakter der Methode, worin die Untersnchung hier gefiihrt wird, haben den Vf. nicht gehindert, einen wunderbar volksthümlichen Ton dabei anzuschlagen und seiner Darstellung eine so faßliche und anziehende Form zu geben, wie sie bei gelehrten Arbeiten dieser Art in der deutschen Literatur nur selten angetroffen wird. Es wird kaum einen gebildeten Leser geben, der das Buch nicht mit steigetldem Interesse lesen wird; kein unbefangener wird, wenn er erst begonnen hat, die Lesung gern unterbrechen. Die in den ausführlichen Anmerkungen enthaltenen Abschweifungen bieten in der Regel ein abgerundetes Ganze wie ein kleineres vollendetes Bild in besonderem Rahmen. Wir verweisen auf die Anmerkung S. 93 ff. über ברכת המינים, S. 101 über Seneca und S. 109 f. über die römische Procuratoren in Judäa. Als besonders anziehende Einzelheiten wollen wir noch beispielsweise nennen die geistvolle Beirriheilung des Taeitus (besonders S. 119—124), Renan's (S. 127—136) und Hausrath's (S. 138—142), mit denen Vs., unter gerechter Anerkennung ihrer Verdienste, geziemend ins Gericht geht. Die Anzeige muß bei diesem Buche mehr als irgendwo der eignen Lektüre überlassen. Es genüge schließlich eine Wiederholung der Inhaltsangabe, um denen, die das Buch noch nicht in Händen gehabt,' eine ungefähre Vorstellung von der Wichtigkeit und dem Reichthum des Inhalts zu geben. Arrf das Vorwort folgt I. eine Einleitung (S. 1—4), dann die einzelnen Kapitel der Untersuchung unter folgenden Ueberschriften: II. Zur Lage der Christen im zweiterr Jahrhundert rmd zu derr gegen sie erhobenen falscheil Anklagen; W. Das officielle Rom in der christlichen Literatur des zweiterr Jahrhunderts; IV. Worin eigentlich die geschichtliche Sünde der

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