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Magazin für die Wissenschaft des Judenthums · 1883-01-01 · 1 (1883) · p. Seite 117

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Journal
Magazin für die Wissenschaft des Judenthums
Volume
10 (1883)
Issue
1 (1883)
Date
1883-01-01
Page
Seite 117 (sequence 120)
Language
German
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Recenstonen. 117 Fragen von allgemeinerem Interesse gelangt. In diesem Bande verbindet sich von vorn herein mit dem Ernst und der Gediegenheit der wissenschaftlichen Erörterung die Erledigung einer leider in den Vordergrund gedrängten Zeitfrage, — der Frage nach dem Ursprünge all jener Unwahrheiten und Entstellungen, denen der jüdische Name von jeher ausgesetzt gewesen ist; der Frage, wie es möglich war, daß völlig ans der Luft gegriffene oder von anderswoher übertragene Beschuldigungen Jahrhunderte lang sich vererben und trotz unabweislicher Widerlegung immer wieder nachgesprochen und so ' böswilligen Gegnern zum Vorwände dienen konnten. Der Leser wird erstaunen, wenn er aus der mit Scharfsinn und grürtdlichster Sachkenntniß geführten Forschung das Ergebniß überzeugend hervortreten sieht, daß schon die ältesten Zeiten vor Fälschungen und Entstellungen nicht zurückschreckten, wo es galt, auf Unkosten der Juden und des Judenthums die eigne Sache in günstigerem, wenn mich falschen Lichte erscheinen zu lassen. Er erfährt hier, wie so manche Beschuldigung, so manches oft nachgebetete Vorurtheil lediglich auch dem Irrthum oder auf den Aeußeruugen unzuverlässiger, in falschem Nimbus glänzender Autoren oder gar auf mißverstandenen und falschbezogenen Stellen beruht. Gewiß hat den Vf. die gute Absicht geleitet, zur Berichtigung und Aufklärung in dieser zur Zeit brennenden Frage mit diesen seinen Forschungen beizutragen und wir. sind ihm dafür zum Dank verpflichtet, wenn wir uns auch gestehen müffen, daß der böswillige Feind nicht überzeugt werden kann, weil er nicht überzeugt werden will. Doch giebt es noch Wahrheitsliebende genug unter den Irrenden, welche den klaren und lauteren Worten der Wahrheit noch zugänglich sind und auf solche muß das vorliegende Buch um so sicherer einwirken, als es ungeachtet der bezeichneten edlen Absicht doch nicht lediglich Tendenzschrift ist, sondern in seinen Ergebniffen wie in einer Fülle beiläufiger Belehrungen, die es dem Leser, dem gelehrten wie dem ungelehrten, bietet, von allgemeiner und bleibender wiffenschaftlicher Bedeutung ist. Auch findet

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