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Magazin für die Wissenschaft des Judenthums · 1883-01-01 · 1 (1883) · p. Seite 100

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Journal
Magazin für die Wissenschaft des Judenthums
Volume
10 (1883)
Issue
1 (1883)
Date
1883-01-01
Page
Seite 100 (sequence 103)
Language
German
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100 Hartwig Htrschfeld. auch hier dringend vermuthen, daß diese Ergänzung aus der Eardinalschen entnommen ist. V, 12.') ״Die gestaltbildende Kraft sitzt im vorderen Theile des Gehirns, die vorstellende in der Mitte, die Erinnerung im Hinteren Theile, die Urtheikskraft im gesammten Gehirn, vorzüglich aber an der Grenze der vorstellenden." Das Wort Grenze ist in der Tibbonschen Uebersetzung durch בעת wiedergegeben, was nur dadurch entstanden sein kann, daß er statt des arab. 1V gelesen hat ך1ין. Einige Ausgaben haben allerdings die Variante במקום, die indessen nach der Eardinalschen Uebersetzung verbessert zu sein scheint. Im folgenden Satz ״die Wesenheiten aller dieser Kräften gehen mit den Organen derselben zu Grunde" ist das Wort מתים nach dem Original מאד,יתד,א zu ersetzen durch מוזותיתם. Etwas später (S. 397) die Wörter הרעיוני [cod. Monac. und Farissol הסרעסי], sowie שאינו נכק in der folgenden Zeile sind erklärende Zusätze und im Original nicht vorhanden. Diese wenigen hie und da herausgegriffenen Beispieles geben ein deutliches Bild von dem Zustande, in dem die Jbn Tibbonsche Uebersetzung des Buches Al-Chazan auf uns gekommen ist. Die meisten der immer weiter überlieferten anscheinend sehr alten Verstümmlungen mögen dadurch entstanden sein, daß die Abschreiber ohne genügendes Verständniß seiner ganz ungewohnten Uebersetzungssprache ihre Arbeit in mechanischer Weise gethan haben. Jbn Tibbon verräth ein durchaus scharfes Verständniß für die Feinheiten der arabischen Sprache, die sich ihm in dem judaisirenden Idiom des Spaniers Jehüda Hallewi anders darbot, als in dem eleganten Stil des auf classischem Boden schreibenden Saadja. 1) Jlid. S. svl. *) Vgl. Jahrg. 1882 1. Quartalheft S. 52. Anmerkung der Redaction. Aus Vorhergehendem erhellt zur Genüge, welcher Gewinn aus der Veröffentlichung des Urtextes und einer hiernach verbefferten Uebersetzung für ein so hervorragendes Litergturwerk wie der Kusari ist, zu erwarten sein dürste.

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