Magazin für die Wissenschaft des Judenthums
- Journal
- Magazin für die Wissenschaft des Judenthums
- Volume
- 9 (1882)
- Issue
- 1 (1882)
- Date
- 1882-01-01
- Page
- Seite 59 (sequence 62)
- Language
- German
- Belongs to
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Recenfionen. 59 eine Reihe von ganz bestimmten Regeln zu fassen und selbst scheinbare Unregelmäßigkeiterl nach bestimmten, irnmer wiederkehrenden Gesetzen zu regeln. Es ist dieses keine leichte Aufgabe, da außer den Arbeiten von Ewald und Baer auf diesem Gebiete fast gar keine Hülfsmittel zur Verfügung stehen. Eine unbedingte Voraussetzung zu einer derartigen Arbeit bildet natürlich vor Allem eine möglichst vollkornmene Correctheit des Textes. Der Verfasser hat sich daher bemüht, durch Vergleichung einer ganzen Anzahl von alten Handschriften und Druckwerken einen möglichst correcten Text zu gewinnen und nach diesem Texte seine Regeln für die Accentuatiorr zu bildeir. Irr der Einleitruig wird darauf hingewiesen, daß auch in der griechischen Kirche eine zweifache Notensetzung angewandt wurde, die eine für das rythmische Lesen und die andere für das Singen von Psalmen u. s. w. Aehnlich wurde arich in der lateinischen Kirche zwischen Recitation und Gesang unterschieden. Seiner ganzen Lehre zu Grunde legt der Verfasser die Zweitheilung eines jeden Verses, die auch da stattfindet, wo kein Parallelismus vorhanden ist, und die sich in jedem Halbverse ganz in derselben Weise wie in dem Verse selbst wiederholt. Die wenigen Unregelmäßigkeiten, die selbst nach den vom Verfasser aufgestellteir Regeln noch übrig bleiben, führt derselbe theils auf den mehr musikalischen als logischen Charakter der Accente zurück, theils auf den beabsichtigten rhetorischen Eindruck, theils auch auf Jrrthümer, zu deren Richtigstellung unsere Handschriften nicht ausreichen. Am Ende eines jeden Capitels folgen jedes Mal die Correcturen, die der Verfasser nach den ihm vorliegenden Handschriften und Drucken gemäß der von ihm gegebenen Regeln in der gebräuchlichen Accentualion vorzunehmen für nöthig hält. Die ganze Arbeit giebt uns eine leicht faßliche Darstellung dieser so schwierig scheinenden Accentuation, da die ganze Materie in eine verhältnißmäßig geringe Anzahl von Regeln zusammengefaßt wird. Als Anhang folgt eine Ab- Handlung über denselben Gegenstand, die gewöhnlich dem Jehuda ben Dileam zugeschrieben wird, dessen Autorschaft Wickes jedoch anzweifeln zu müssen glaubt, in dem arabischen Original. Es ist diese Abhandlung nur ein Theil eines größern Werkes, betitelt הדאיה אלקאר, hebräisch הורית הקורא, von dein man