Magazin für die Wissenschaft des Judenthums
- Journal
- Magazin für die Wissenschaft des Judenthums
- Volume
- 8 (1881)
- Issue
- 1 (1881)
- Date
- 1881-01-01
- Page
- Seite 79 (sequence 82)
- Language
- German
- Belongs to
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S.iadia's Einleitung »tm Pscilmenkommentar. 79 es heißt: ״Gesegnet sei die Frucht deines Leibes, die Frucht deines Bodens und die Frucht deines Viehes" (Deut. 28, 4), desgleichen auch Gedeihen dem nicht mehr Wachsenden, dessen Bestand dadurch gesichert wird, wie wir lesen: ״Und ich lege mein Wort in deinen Mund zu pflanzen die Hiinmel und zu gründen die Erde" (Jes. 51,16). Im Gegensätze hierzu wird der Ungehorsam mit dem Sturme zusammengestellt, wie schon Jeremias sagt: ״In derselben Zeit wird diesem Volke und Jerusalem angemeldet ein dürrer Wind der Bergspitzen durch die Wüste ... Ein starker Wind konnnt zu mir aus diesen Gegenden" (Jerem. 4, 11). Der Sturm ist nämlich das Symbol der Zerstörung und Vernichtung. In diesem Sinne heißt es: ״Denn er, zwischen den Wiesen fruchtbar — kommt ein Ostwind, ein Sturm des Ewigen, und es versiegt sein Brunnen und vertrocknet sein Quell" (Hos. 13, 15). So bringt auch der Ungehorsam den Gottlosen und Sündern Unheil, nach den Worten des Jeremias: ״Siehe, das Wetter des Ewigen, grimmig bricht es hervor, ein Sturm, der sich zusainmenzieht, auf der Frevler Haupt fährt er darnieder" (30, 23). Der Sturm zerstört alles Wachsthum, wie es heißt: ״Und der Ostwind dörrte ihre Frucht" (Ezech. 19, 12), macht zerschellen die Schiffe des Meeres, wie es heißt: ״Mit dem Ostwind zerschmetterst du die Schiffe von Tarschisch" (Ps. 48,8), und macht wanken die mächtigcn Berge, wie wir lesen: ״Und ein Wind, groß und stark. Berge zerreißend und Felsen zertrümmernd vor dem Ewigen" (1 Kön. 19, 11). Da nun den größten, sichtbarsten Nutzen vom Wasser Bäume und Pflanzen haben, heißt es von den Frommen: ״Er wird sein wie ein Baum, gepflanzt an Wasserbächen", und da am leichtesten vom Winde die Spreu verweht wird, wird von den Gottlosen gesagt: ״Sondern wie Spreu sind sie, die der Wind verweht. Die Worte אשר פריו יתן בעתו können in verschiedener Bedeutung aufgefaßt werden. Entweder beziehen sie sich auf die Eigenschaft des Frominen, daß er eine an ihn gerichtete Frage zur rechten Zeit beanttvortet, was schon Salomo rühmt in seinen Worten: ״Freude wird dem Menschen durch seines Mundes Antwort und ein Wort zur rechte» Zeit, wie trefflich ist es" (Spr. 15,23), und daß er die im Gesetze zur Beobachtung vorgeschriebenen aus- 6*