Magazin für die Wissenschaft des Judenthums
- Journal
- Magazin für die Wissenschaft des Judenthums
- Volume
- 7 (1880)
- Issue
- 1 (1880)
- Date
- 1880-01-01
- Page
- Seite 138 (sequence 141)
- Language
- German
- Belongs to
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138 Hoffman« und im Deut. (15, 19). Eine Andeutung, daß die Erstgeburt dem Priester gehört, findet sich an jenen Stellen des?0. nicht. Ja, in Exod. 13, 2 zeigen die Worte באדם ובבהמה geradezu, daß die Erstgeburt des Viehes Anfangs ebenso wie die des Menschen nur Gott geweiht war, wie dies auch in Num. 3, 12 f. ausdrücklich ausgesprochen ist. Wenn wir demnach von Num. 18 einstweilen absehen, so können wir behaupten, PC. stimme in Betreff der Gesetzgebung über Zehnten und Erstgeburt vollständig mit dem Deuteronomium überein. Wellhausen jedoch fand es für gut, diese Congruenz der beiden Gesetzgebungen ganz zu ignoriren, und nur Num. 18 in Betracht zu ziehen, um dann über die ganze Gesetzgebung des PC. den Stab zu brechen. Jndeffen ganz außer Acht gelassen hat W. Lev. 27 nicht. Er weist in Betreff dieser ״Novelle" auf Jahrbb. für D. Th. 1877 S. 444 hin. Daselbst meint W., in Lev. 27 ״werden zum Schluß die festeren Abgaben an die Priester behandelt. Erstgebürten, Zehnten von Feld und Herde." Von ״Abgaben an die Priester" ist aber in Lev. 2? gar nicht die Rede, dies ist ein willkürlich eingeschobener Zusatz von W. Er verweist dabei auf Kuenens Godsdienst II, 268. Kuenen ist auch von dem Vorurtheile befangen, daß in Lev. 27 nur von Abgaben an die Priester gehandelt wird. Da nun in Lev. 27, 32—33 auch die Viehzehnten verlangt werden, während sowohl in Num. 18 als auch in Nehemia (10, 37—39; 12, 44—47; 13, 5; 12) unter den Priester-Abgaben die Viehzehnten nicht aufgezählt sind, so behauptet Kuenen (I. 6. S. 270), Lev. 27, 32—33 sei eine jüngere Interpolation. — Allein er hätte lieber daraus den Schluß ziehen sollen, daß Lev. 27 die Zehnten im Allgemeinen gar nicht an die Priester abzuliefern befiehlt. Denn in Betreff der Viehzehnten kann man mit Sicherheit behaupten, daß sie niemals den Priestern gegeben wurden, selbst nicht zur Zeit des zweiten Tempels. Wenn Philo (11.234; 391) unter den Priester-Gaben auch die Zehnten vom Viehe aufzählt, so hat er dies, wie leicht zu ersehen ist, aus der von ihm mißverstandenen Schrift, nicht aus der zu seiner Zeit herrschenden Praxis entnommen. Den Ansschlag gibt hier Josephus, der den Viehzehnten nicht erwähnt, ja sogar ant. IX, 13, 3