Magazin für die Wissenschaft des Judenthums
- Journal
- Magazin für die Wissenschaft des Judenthums
- Volume
- 7 (1880)
- Issue
- 1 (1880)
- Date
- 1880-01-01
- Page
- Seite 128 (sequence 131)
- Language
- German
- Belongs to
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128 Literatmbericht. a. M.) veröffentlicht und ihn zugleich mit einer Einleitung (in englischer Sprache) über den Standpunkt der mittelalterlichen Exegese versehen. Der Commentator, der bisher nur aus spürlichen Citaten bekannt gewesen, erweist sich als einen der späteren Nachfolger in der nordfranzösischen Exegetenschule, bei dem Manches, sowohl in den technischen Bezeichnungen als in sachlichen Erklärungen an die Vorgänger erinnert, der aber auch durch eine größere Weitläufigkeit im Ausdrucke sich von den Früheren wesentlich unterscheidet. Lehrreich bleibt immerhin seine Exegese an vielen Stellen, und Herr Nutt wird durch eine fortgesetzte Veröffentlichung dieser Commentare sich ein wahres Verdienst erwerben. Von den verschiedenen Handbüchern der jüdischen Geschichte, welche in den letzten Jahren an's Tageslicht getreten sind, dürste das ״Handbuch der israel. Geschichte von der Zeit des Bibel-Abschlusses bis zur Gegenwart von Emanuel Hecht, in dritter gänzlich umgearbeiteter Auflage von vr. M. Kahserling in Budapest" (Leipzig, bei Baumgärtner) sich einen bleibenden Werth erringen und eine immer größere Verbreitung finden. Das Buch in seiner neuen Bearbeitung bietet in leichtfließender Sprache und prägnanter Kürze ein gehöriges anschauliches Bild der jüdischen Geschichte und Literatur. Die splendide Ausstattung und der niedrige Preis (3 <M) werden außerdem die Anschaffung für Schüler jüdischer Lehranstalten, höherer Bürgerschulen und Gymnasien, für Familien und Schulbibliotheken begünstigen. Ein an sich selbst lobenswerthes Unternehmen ist ״CH. D. Lippe's bibliographisches Lexikon der gesammten jüdischen Literatur der Gegenwart und Adreß-Anzeiger", von dem uns 3 Lieferungen (Wien, im Verlage des Herausgebers, II. Malzgaffe Nr. 4), bis ״Lazarus" reichend, vorliegen. Wenn der Herausgeber in den folgenden Heften mit den Epitheta, die er Vielen beilegt, sparsamer umgehen möchte, und seine Lobeserhebungen, häufig in der schwülstigen Ausdrucksweise, über literarische und andere Leistungen unterdrücken möchte, dann würde er wohl noch