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Magazin für die Wissenschaft des Judenthums · 1880-01-01 · 1 (1880) · p. Seite 8

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Journal
Magazin für die Wissenschaft des Judenthums
Volume
7 (1880)
Issue
1 (1880)
Date
1880-01-01
Page
Seite 8 (sequence 11)
Language
German
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8 S teinschneider so ist dies eine runde Zahl, wie sie sagen: Honig ist Vs« des Manna u. dgl. (das.) Um auszudrücken, die Dinge gehören zu derselben Gattung und unterscheiden sich nur nach mehr oder minder, wählten sie eine runde Zahl ohne Genauigkeit. Ferner glauben sie, eine Frau könne sieben Jahre nach der Empfängniß gebären. Wir setzen dazu nur die Frist von Einem Jahr bei größeren Thieren (בהמה גמה) an, und auch dies nur als Seltenheit. Es heißt: R. Tosfaa entschied bei einer Frau, deren Mann über's Meer gegangen, zu zwölf Monaten (Jebam. 80 b). Sie aber glauben, daß das Kind im Mutterleibe so lange Zeit schlafe, eine Wittwe sei also beglaubigt, sich für schwanger auszugeben, und man müßte ihr sieben Jahre warten; wenn sie dann gebäre, so gebühre dem Kinde ein Antheil an dem Erbe des früheren Mannes. Dies gilt bei ihnen fiir etwas Einfaches, Unzweifelhaftes: sie entscheiden darnach. Ein Mann, der nach siebenjähriger Entfernung seine Frau schwanger findet, zweifelt also nicht, daß es sein Sohn sei, der geschlafen habe und erwacht sei. Du siehst aber, wie absurd dies erscheint allen Nationen, heute und vor diesem Frechen! Sie bezeugen sogar (beweisen es dadurch?], daß Jemand, nachdem ihm die Zähne im Mutterleib gewachsen, geboren worden. Ich sah zwar in den Schriften ihrer Weisen nur, daß man mit Barthaar geboren werden könne; aber mir bezeugten zwei Weiber, daß eine Frau zu neun Monaten ein Kind mit zwei Zähnen geboren. Es ist also von den Zähnen nicht zu beweisen, daß das Kind im Leibe geschlafen; sondern es ist möglich, daß die Frau während der (letzten) neun Monate gebuhlt. (Das Wachsen des Haares ist innerhalb der neun Monate möglich), wie denn auch Esau mit härener Bedeckung geboren wurde. Ferner sagen sie, daß eine Achtmonat-Geburt nicht am Leben bleibe, [fol. 17a] weil Jesus, der Nazarener, zu acht Monaten geboren, über'alle Achtmonat-Geburten dies verhängt habe. Die Christen aber, welche nachforschten, wie lange er im Mutterleibe geblieben, sagen, daß Maria am 25. März (1מרם) empfangen, und am 25. Dezember (דיזימרי) geboren, d. i. neun Monate. Fragst du sie nun: Blieben die Achtmonat-Geburten por Jesus am Leben oder nicht? so werden sie keine Antwort

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