Magazin für die Wissenschaft des Judenthums
- Journal
- Magazin für die Wissenschaft des Judenthums
- Volume
- 6 (1879)
- Issue
- 1 (1879)
- Date
- 1879-01-01
- Page
- Seite 20 (sequence 23)
- Language
- German
- Belongs to
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3)08 üoficficd bei den jüdi^cben Erbkärern de8 Mittekakter8. Von vr. S. Salfeld. (Fortsetzung aus Magazin V, S. 178.) Fünftes Kapitel. Philosophie. 8. 17. Einleitung. Der schon von Aristoteles angedeutete und von seinem Nachfolger und Schüler Thevphrast ans Lesbos weiter ausgedehnte Unterschied zwischen dem thätigen und leidenden Intellekte/) gestaltete sich bei Wiederaufnahme der griechischen Philosophie im Mittelalter zu einem eigenen philosophischen Systeme. Diese Lehre von der Vereinigung des menschlichen Jntellects mit dem rein activen vovs, durch welche die höchste Glückseligkeit, die Unsterblichkeit der Seele, erreicht werde, wurde hauptsächlich in die Bibel getragen und ganz besonders das Hohelied an ihrer Hand gedeutet. Wo auch hätte sich ein Gefäß gefunden, welches mehr zur Aufnahme des philosophischen Inhalts geeignet war, als jenes kleine Buch der Bibel, dessen poetischen Hauch und liebliche Schilderungen man Jahrhunderte hindurch zu verkennen sich gewöhnt hatte. Die schlichten Verse des HL., diese zarten Blüthen am Baume orientalischer Poesie, treten uns so schwer beladen mit scholastischen Philosophemen entgegen, daß von einer eigentlichen Interpretation im Allgemeinen keine Rede sein kann. I) Vgl. über den intelleotns aetivus Munk, Guide des Egarös, X, 307, Note.