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Magazin für die Wissenschaft des Judenthums · 1879-01-01 · 1 (1879) · p. Seite 3

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Journal
Magazin für die Wissenschaft des Judenthums
Volume
6 (1879)
Issue
1 (1879)
Date
1879-01-01
Page
Seite 3 (sequence 6)
Language
German
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Die neueste Hypothese über den Priestercodex. 3 Sprache zeigt Vollendung und Schönheit; der Inhalt wie die Rede und malerische Schilderung dieses Werkes ist von einem dichterisch frischen Hauch getragen; runder und anmuthiger, mehr vom leichten dichterischen Zauber umflossen, kann keine Prosa sein als die dieses Werkes (das. S. 138). — Dagegen spricht Wellhausen über diesen Theil der heil. Schrift unzählige Male mit Worten, die wiederzugeben wir uns scheuen müssen, und man traut seinen Augen kaum, wenn man in dessen ״Geschichte Israels" die Widmung: ״Meinem unvergeßlichen Lehrer Heinrich Ewald" zu Gesichte bekommt. — Dieser Umstand, daß der größte Theil der Thora herabgewürdigt und in den Staub gezogen wird, hat — ich gestehe es offen — mich am meisten bewogen, die Bedenken, die in mir bei der genauen Prüfung dieser Hypothese aufstiegen und über- Haupt dasjenige, was ich gegen die in Wellhausen's ״Geschichte Israels" niedergelegten Resultate vorzubringen habe, hier zu veröffentlichen, wiewohl Alles nur negativer Natur ist und ich keineswegs daran denke, durch die Beseitigung der neuen Hypothese für die in der alten Schule herrschende Ansicht über die Entstehungszeit des Pentateuchs (oder Hexateuchs) Partei zu ergreifen. Nach Wellhausen soll vor der Reformation des Königs Josia von der Thora blos ein aus dem elohistischen und prophetischen Erzählungsbuche (Nr. 2 und 3 vor. Anm.) componirtes Geschichtsbuch (JE) existirt haben, das nur wenige Gesetze, wie Exod. 20—23; 34 enthielt. Dazu sei unter Josia und später das Deuteronomiuin (Dt) gekommen, nach dessen Grundsätzen die ältern Theile mehr oder weniger überarbeitet worden seien. JE j Dt haben nun zusannnen die vorexilische Thora gebildet. Neben diesem Werke sei aber nach dem Exils eine andere historisch-gesetzliche Schrift entstanden, aus einem Kerne, den man als das Vierbundesbuch (Q — quatuor foederum über) bezeichnen könne, und vielen nach und nach hinzugekommenen Novellen zum Priestercodex (PC) herangewachsen. Diese Schrift sei schließlich von einem Redactor (11) mit JE -1- Dt zusammengearbeitet und zum gegenwärtigen Hexateuch gestaltet worden, der erst von 1*

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