Magazin für die Wissenschaft des Judenthums
- Journal
- Magazin für die Wissenschaft des Judenthums
- Volume
- 5 (1878)
- Issue
- 1 (1878)
- Date
- 1878-01-01
- Page
- Seite 141 (sequence 144)
- Language
- German
- Belongs to
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Das Hohelied bei den jüdischen Erklärern -es Mittelalters. Von vr. S. Salfeld. Drittes Kapitel. Erklärungen aus der deutsch-französischen Schule. § 7. Tobia ben Elieser.4) Einen schwachen Uebergang vom Midrasch zur Hermeneutik läßt das, im Anfänge des zwölften Jahrhunderts entstandene, Pentateuch und Megillot sletztere nur handschriftlich in 60cl. äs Kossi 206, Uri 124, München 77* 2 * 4 und bei Privaten 2)] umfassende Werk des Tobia ben Elieser erkennen. Dieses Werk trägt, mit Anspielung auf den Namen des Verfassers, der jedem zu erklärenden Texte einen Bibelvers voranstellte, in welchem das Wort vorkam2), den Titel Lek ach tob, hieß seit dem 45. Jahrhundert zuweilen Pesikta, auch Pesikta sutarta, welch' letztere Be- Zeichnung einem Mißverständnisse ihre Entstehung verdankt4). Sehr bezeichnend nennt Zunz das Buch ״halb Commentar, halb Agada"; letztere ist jedoch in ihm vorwiegend 5), ja ganze Stellen werden unverändert aus den älteren Midraschim ausgenommen. Bei Tobia hat sich der Fluß der Erklärung, der ihm aus dem Paradiese (on^12) der Bibel hervorströmt, noch nicht in die vier *) Zunz, G. V. 293; Z. G. 61, 566; Steinschneider, Jewish literature 70, Catal. Bodl. 2674; Buber, Pesikta S. VII; Steinschneider, Jehnda Mosconi im Magazin für jüd. Gesch. u. Lit. III, 152; Grätz, Gesch. VI, 2. Aufl. 159. 2) Jellinek hat aus seinem Ms. des Lekach tob zu den Megillot Specimina zu Hoheliedversen als Anhang (S. 67 u. 68) dem von ihm edirten Comm. des Samuel ben Meir zu Koh. u. Hohes!. (Leipzig 1855) «״gefügt. Jellinek's Mscr. hat Friedmann zu seiner Sifra-Ausgabe (Wien 1864) Cap. 6 benutzt. *) Im Comm. zum HL. bildet die Stelle 7,,״ die Ueberschrift. 4) Zunz, G. V. 295. °) Z«nz, Z- G- 566; Berliner, Raschi, Vorr. XIII. 11