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Magazin für die Wissenschaft des Judenthums · 1878-01-01 · 1 (1878) · p. Seite 108

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Journal
Magazin für die Wissenschaft des Judenthums
Volume
5 (1878)
Issue
1 (1878)
Date
1878-01-01
Page
Seite 108 (sequence 111)
Language
German
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108 Berliner jüdischen rate in christlichen Kreisen besondere Kenntniß nehmen. In Oxford ist Dr. Nutt, der Herausgeber der Schriften Chajug's nach Gikitilia's Uebersetzung (London 1872), mit der Veröffentlichung eines Commentars zum Buche Hiob, der in der betreffenden Handschrift dem Elieser aus Beaugency beigelegt wird, sehr fleißig beschäftigt. Die Auslegung dieses Buches wird durch diese Beiträge aus der uordfranzösischen Exegetenschule wesentlich bereichert. Die Jewish literature Association hat das Verdienst, die Drucklegung dieses Werkes zu unterstützen. Die Schriften dieser Gesellschaft aus dem letzten Jahrgange werden im Literaturberichte des Magazin näher vorgeführt werden. In dem neuen Jahrgange erscheint die von einer englischen Dame gefertigte Uebersetzung meiner Schrift ״Aus dem inneren Leben der deutschen Juden im Mittelalter" mit von mir gegebenen Ergänzungen und Zusätzen. In 'Cambridge ist Dr. Low mit der Edirung eines in dortigen Bibliotheken vorhandenen Fragments des Tractats Pesachim beschäftigt, das, wie Dr. Schiller mir mittheilte, als die älteste Talmud-Handschrift zu betrachten sein dürfte, und das sehr wesentliche Varianten bietet. Gelegentlich will ich hier eine wichtige Notiz anreihen, die ich von Dr. Schiller erhielt. Bekanntlich führt Lampronti im Pachad Jizchak Schlgw. גנבא eine portugiesische Ausgabe des Talmuds an, von der bis jetzt in Wirklichkeit auch nicht die leiseste Spur aufgefunden worden ist. Dr. Schiller zeigte mir nun im Handschriftlichen זרע אברהם des Abraham Rovigo eine Stelle, die mit den Worten Lampronti's, der seine Quelle nicht nannte, vollständig übereinstimmte. Wahrscheinlich hat Lampronti diesem, für Realien im Talmud alphabetisch angelegten Register noch manches Andere entnommen. Rovigo lebte aber zu einer Zeit, in der außer der Talmud-Ausgabe der italienisch-jüdischen Presse eine zweite nicht bekannt ist. Es gewinnt daher ein Hinweis von ihm, daß er in einer Ausgabe der portugiesischen Presse eine abweichende Lesart gefunden habe, doch eine größere Bedeutung, als man bisher den Worten Lampronti's beizumessen glaubte. Ein großartiges, vier Foliobände umfassendes Werk, hat man in der Massorah, welche Dr. Ginsburg nach handschriftlichem

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