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Magazin für die Wissenschaft des Judenthums · 1877-01-01 · 1 (1877) · p. Seite 235

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Journal
Magazin für die Wissenschaft des Judenthums
Volume
4 (1877)
Issue
1 (1877)
Date
1877-01-01
Page
Seite 235 (sequence 237)
Language
German
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Zur hebräischen Abtheilung. 235 seiner Abhandlung über die Abendanas (Frankels Monatsschr. IX, 29) und seiner Geschichte der Juden in Portugal (S. 324 Not. 4). Der Brief enthält aber noch soviel des Interessanten, daß die Veröffentlichung des Ganzen wohl gerechtfertigt erscheint. Netto giebt in demselben Auskunft über seine Vorgänger in London und deren literarische Thätigkeit, wie dann auch über seine eigene. Interessant ist die Mittheilung, daß der Name des Druckorts auf der Pascologia, Cöln, ein fingirter sei, und dieser nur aus Rücksicht auf die Christen in Italien gewählt wurde, da diese nicht ein Buch aus der ketzerischen Stadt London würden gelesen haben. Bemerkenswerth ist auch die Notiz, daß David Pardo in Surinam gestorben ist. Aus dem Brief ist ferner ersichtlich, daß nicht Nieto oder Neto, sondern Netto die richtige Schreibart dieses Namens ist. Eine Jahreszahl fehlt in dem Brief. Jedenfalls ist derselbe nach 1714, dem letzten iin Briefe vorkommenden Datum geschrieben. (Die Correspondenz Unger's befindet sich in Nr. 335 S. 162 des von Dr. Steinschneider bearbeiteten und bereits iin Drucke befindlichen Catalogs der Stadtbibliothek zu Hamburg. Einen Artikel über 111t ge v bringt die hebräische Bibliographie Nr. 100. Br.) S. 87—95. Der Bericht über die Judenverfolgungen in der Rheingegend i. 1.1096 hat uns Herr Rabbiner Moses Mann heint er in Darmstadt aus einer in der großherzoglichen Hofbibliothek daselbst befindlichen Handschrift mitgetheilt. Derselbe berichtet, daß der betreffende Codex einen Quartband von J 20 Pergamentblättern bildet, der, nachdem er, aus der Numerirung zu schließen, bereits 54 Piecen, vielleicht bei einem Brande (wie einige versengte Blätter vermuthen lassen) verloren, noch iumer 55 diverse kleine Abhandlungen enthält. Diese bestehen zum großen Theile aus Aufzeichnungen eines Schülers des Verfassers vom Rokeach; jedoch ist überall der Text, wie ihn auch die abgedruckte Piece oft zeigt, als incorrect oder unsicher zu erkennen. — Der Codex war 1559 im Besitze eines Di׳. Salomon Heilbronn in Frankfurt a. M. und bildet jetzt Nr. 13 der orientalischen Handschriften in der erwähnten Bibliothek.

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