Magazin für die Wissenschaft des Judenthums
- Journal
- Magazin für die Wissenschaft des Judenthums
- Volume
- 4 (1877)
- Issue
- 1 (1877)
- Date
- 1877-01-01
- Page
- Seite 123 (sequence 125)
- Language
- German
- Belongs to
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Kaufmann: Halewi. 123 selbst, die in engem Rahmen reiche Belehrung und auch dem Kundigen so manches Neue bietet, und beschränken uns auf die Angabe einiger Einzelheiten, um an einen Theil desselben eigne Bemerkungen anzuknüpfen. Daß die merkwürdige Stelle in des Maimo nid es Hilchot Melachim XI, 4 über das Christenthum eine Parallele zu Kusari IV, 23 bilde, hat bereits David Gasse! z. St. bemerkt. Aber Kaufmann (S. 24 A.4) scheint Recht zu haben, wenn er weiter geht und Kusari hierin geradezu als Quelle für M ai mo n i d es betrachtet. — Sehr gut werden in gewisser Hinsicht als Geistesverwandte Jehuda Halewi's Ar. H. Iacobi unter den neueren Philosophen und Gazzali unter dessen (älteren) Zeitgenossen genannt (S. 25 f.), ja an einer Einzelheit sogar gezeigt (S. 26, A. 2), daß I. H. die Jhja desselben gelesen haben muß. — Die vom Vers. (S. 14, Ä. 2 Schl.) vermuthete Ergänzung der Lücke in dem Gedichte Hechaluz I, S. 157, Z. 6 durch אדום ist um so einleuchtender, als die absichtliche Weglassung sich aus dem Einfluß der Censur erklären ließe. — Im Anhang S. 42 wird das Gedicht ערבו ביום רעיוני (Ginse Oxford p. XII f.) wohl mit Recht dem I. H. abgesprochen und einem Dichter mit dem Vornamen Lew! zugewiesen. S. 44 sind in dem Gedichte aus dem Divan ed. Lyck Nr. 9, wo von dem Sohne der einzigen Tochter Jehuda Halewi's die Rede ist, V. 23—24: ואשכח את בנה פלח בבדי ואין לי בלעדי זכרו לחידה die Worte פלח כבדי unzweifelhaft richtig als Ausdruck für den Schmerz sehnsüchtiger Liebe genommen und in zahlreichen Beweisstellen nachgewiesen. Doch bleibt das Wörtchenלחידה ein Räthsel. Die vom Vf. gegebene Deutung nimmt einen Germanismus im Hebräischen an. Da jedoch das Wort keineswegs feststeht und Dukes dafür (Gins. Oxf. S. 45) das ebenso unverständliche למדה giebt, so sind wir hier auf Vermuthungen angewiesen und wäre wohl entweder, wie in V. 18 das.: לצידה oder wie im letzten Verse: לעדה zu lesen. Jedes dieser Worte gäbe einen guten Sinn. ואין לי בלעדי זכרו לצידה hieße etwa: Ich nehme auf den Weg als Nahrung für mein liebebedürftiges Geinüth von dem geliebten Enkel