Magazin für die Wissenschaft des Judenthums
- Journal
- Magazin für die Wissenschaft des Judenthums
- Volume
- 4 (1877)
- Issue
- 1 (1877)
- Date
- 1877-01-01
- Page
- Seite 122 (sequence 124)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
- OCR quality
- 97% known words query
- IRI
…/2572068-2572069-2572070--0191-2572337- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
OCR text
122 Recensionen vorliegende Schrift hat die Form eines vom Verf. gehaltenen Vorträges beibehalten; doch sind bei der Veröffentlichung sowohl begleitende Anmerkungen als ein besonderer Anhang mit ausführlichen Erörterungen der Schrift beigegeben worden, so daß überall eine genaue Auskunft über die Quellen des Mitgetheilten und über den Stand der noch etwa zweifelhaften Fragen gegeben wird. Die Vortragsform hat nur ihre Vorzüge, Lebendigkeit und Frische, auf die Arbeit übertragen, ohne irgendwo zu dem nicht ungewöhnlichen Fehler zu verleiten, daß rednerischer Schmuck statt begründeter Wahrheit gegeben wird. Der Verf. hat sich vielmehr streng in den Grenzen des Erweislichen gehalten und das Ungewisse oder unvollständig Bekannte überall als solches bezeichnet. Die Darstellung folgt dem zeitlichen Lebensverlauf Jehuda Halewi's. Zuerst wird mitgetheilt, was über dessen Zugend und Ausbildung gesagt werden kann (S. 6—9). Hieran schließt sich eine eingehende Besprechung seiner Dichtungen (S. 9—19), wobei eine Charakteristik derselben gegeben (S. 10) und die weltlichen Lieder besonders erörtert werden (S. 11—14), dann aber, nach einer ungezwungen eingereihten Nachweisung der freundschastlichen Beziehungen Jehuda Halewi's (S. 12—14) und einem Blicke auf dessen ärztlichen Beruf (S. 14—15) die Darstellung bei der religiösen Poesie abschießend verweilt (S. 14—19). Im Zusammenhange hiermit wird hierauf ein Ueberblick über I. Halewi's Religionsphilosophie (S. 19—25), begleitet von treffenden Bemerkungen zu deren Charakteristik und über die Form des Buches Kusari gegeben (©. 25—28) und hierauf zur vorgerückten Lebenszeit des Dichters und Philosophen übergegangen (S. 28 ff.), in welche seine Pilgerfahrt nach dem heiligen Lande (S. 34 f.), der Aufenthalt unter begeisterten Verehrern in Aegypten (S. 36 f.) und die von da aus fortgesetzte Wanderung (S. 38 f.) füllt, über deren Endschaft jede verläßliche Nachricht fehlt, die geschäftige Sage aber eine schmerzliche Kunde überliefert hat, deren tiefem Gehalt der Verf. sehr schön S. 39 f. darlegt. Es würde hier zu weit führen, wollten wir von den vielen besonders ansprechenden Theilen der Schrift auch nur ganz kurze wörtliche Proben mittheilen. Wir verweisen besser auf die Schrift