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Magazin für die Wissenschaft des Judenthums · 1876-01-01 · 1 (1876) · p. Seite 59

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Journal
Magazin für die Wissenschaft des Judenthums
Volume
3 (1876)
Issue
1 (1876)
Date
1876-01-01
Page
Seite 59 (sequence 62)
Language
German
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Zmiz: Gesammelte Schriften. 59 führte, daß die Juden aller Länder und Zeiten auch die Namen ihrer nichtjüdischen Umgebung anzunehmen pflegten, fo daß auch im deutschen Mittelalter häufig Juden christliche Namen und Christen jüdische Namen führten. Jenes Verbot blieb vergessen, es hatte aber wenigstens das Gute mit sich geführt, daß es eine Schrift zu Tage gefördert hat, die der sorgfältigen Aufmerksamkeit aller Derer werth ist, welche die Wichtigkeit des Capitels über die Namen, besonders der deutschen, für die verschiedensten Beziehungen der Literatur erkennen. Aus diesem Grunde dürften einige Ergänzungen, für die die inzwischen an das Tageslicht getretenen Materialien aus dem jüdischen Bereiche Gelegenheit bieten, hier am rechten Platze sein. — Der Jrrthum in der ersten Ausgabe (am Schluffe), daß ein lebender Rabbiner zu Brody den Rainen ״Christian" führe, ist nunmehr verbessert ״und wirklich scheute sich ein lebender Rabbiner zu Brody nicht, ihn als Herkunftsbezeichnung im Beinamen zu führen (״Christianpoller"). Doch können wir hinzufügen, daß der Name anklingt in קרסטני in Je rusch almi Makkot zu Ende (nach der Leseart des Taschbez § 433) und ein Jude, Namens Cristan Kruse aus d. I. 1348 in Frankfurt a. M. bei Kriegk, Bürgerzwiste genannt wird. — Wenn (S. 77) Mendel als der Name eines christlichen Musikdirectors in Bern A. 1836 verzeichnet wird, so ist zu bemerken, daß er sich bereits aus Urkunden des Jahres 1380 als christlicher Name Nachweisen läßt und daher bei Pott, die Personen- und Familiennamen S. 137 ״Mendel, falls nicht, worauf Mendelsohn hindeutet, jüdischen Ursprungs" zu berichtigen sein dürfte. So erscheint auch der Name ״Salman", der in der älteren Sprache die Bedeutung ״ein achtbarer Mann" hat, schon sehr früh bei den deutschen Christen, noch früher als 1335, wie S. 77 nachgewiesen wird, und hat bei der Uebertragung für und שלמה nur die Lautähnlichkeit wie bei so vielen andern Namen mitgewirkt, nicht aber hat sich der durch und durch deutsche Name erst aus den hebräischen gleichen Klanges gebildet. — Wir weisen bei dieser Gelegenheit

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