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Central-Verein-Zeitung · 1927-01-01 · Heft 1 (Januar 1927) · page 8

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Journal
Central-Verein-Zeitung
Volume
1927
Issue
Heft 1 (Januar 1927)
Date
1927-01-01
Page
– (sequence 8)
Language
German
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$ Eschwege: Meier Kugelmann, Tuchmachermeister; Jacob Kahn, Metzgerinnster: Süssvl Oppenheim, Fävdermeister; Isaak Kahn, Kammachermelsder; Lazarus Kahn, Kanimacherineister; Josef Oppenheim, Bäckermeister; Selig Kaiser, Schneidermeister! Samuel Kahn, Bauinwvllwoder; Selig Katze »stein, dasselbe; Salonwn Kugelm nun, Fürder; Äüchael S ch l v h, Tuchmacher; Bendix Katzen sie in, Äaiimwvllwcbcr; Lippmann Katzen st ei n, Färber; David I. K a l, u , Aaumwolllveber; Moses Kahn, dasselbe; Lehmann Kahn, Tuchmacher; Manns Kahn, dassetzbe; Abraham Kaiser, dasselbe; David Pappe »heim, Bauinwollwebcr; David Katzen st ein, Schuhmacher; Lazarus K a tz e n st e i n,. Aicchauiker; Samuel M c i b e r g, Buchbinder. Diese beschästigen 14 Gesellen und 5 Lehrlinge. Wansriev: Israel S o m nur, Schuhiuachermeister; Jhig Franken selb, Schneidermeisler; Juda Steinhardt, Bäckermeister; Josef Meid erg, Bötlchcrmeisler; Nuben Biermann, Färbermeistcr; Anselm M ii ck e n h e i m, Schneidermeister; Anselm Wiescnthal, Schuhmacher; Moses Wicsenthal, Handdrehcr; Solomon Nelkenthal, Schneider; Lazarus Ehrlich, Baumwvllwcher; Meyer Weinberg, Sclmhmacher; Aren Wiesenthal, Schuhmacher; Israel Weinberg, Schnciderlehrling; Callmann D r i n k m a n n ans Frieda, Schuhmacherlchrling. Die Meister beschästlgen 2 Gesellen und 3 Lehrlinge. Abterode: Levi Lautmann, Färber; Liehe! Oppenheim, Schuhmacher: Bawid Katzen st ein, Metzger; Lazarus Rvnsh c l m, dasselbe; Jtzlg K a tz e n st e i n, Schneider; Hesse Katzenst ei n, Schuhmacher! Jakob Stiesel, Schneider; Hirsch Monsheim, dasselbe; Aron Oppen hei m, dasselbe; Salonwn Oppenheim, Baumwolllveberlchrling; Ephraim R v n s h c c m, dasselbe: Moses Heilbrun, Färber; David W c st h e i m, Buchbinder; Levi Braunschild, Schneider; Elias Stiesel. Metzger; Aron Katzen st ein, Schuhmacher; Levi Goldschmidt, Schreiner; Gvttschalk Westhcim, Buchbindermeister; der sein Gewerbe mit einem Gesellen betrieb. Frankenhausen! Samuel Bloch, Schneidermeister; Simon Plant, dasselbe; Markus Bloch, Schuhmacher; Jakob Plant, dasselbe; Kallmann B a l l i n, Schneider: ©ufjtnami S t o ckh au s c n, Bauniwvllwvber; Markus Plan t, dasselbe. Allendorf (Werra): Gumpert B o d e n h e i m, Buchbindermeister; Samuel B o d e n h e i in , Schneider; G. B. arbeitete mit einem Lehrling und zwei Gesellen. HerbeSyausen: Michael Schulhaus, Mebaermeister; Jakob Müller und Moses Rothschild, dasselbe; Sinai Müller, Schuhmachermeister, Koppel N e u h a u s, Bäcker; Löb Ochs, Schneider. Nesselröden: Kallniann Gold schm idt, Buchbindermeister; Kallniann Fink, Bäckermeister: Suhmann Weinstein, Banmwollweber; Abraham G v l d s ch m i d!, Schiihmachermeister; Heimann W e i n st e i n , Metzger; Herz Hecht, Metzger. NnShausen: Markus Mols, Mchgcrlchriing. Netra: Levi und Mols G o l d s ch m idt, Schuhmachermeister mit einem Gesellen und zwei Lehrlingen; Josef H e i l b r u n, Schneider; Peritz Rothschild. Schuhmacherlehrling, Lindenbach; Samuel H e i l b r u n und Moses H e i l b r u n lernten Seifensieder und Schuhmacher. Reichensachsen; Jonas Goldschinidt beschästigte als Baumwollweber zwei Gesellen und einen Lehrling; Gesellen waren; Herz E o l d s ch m i d t als Schuhmacher; Viktor Oppenheim, Seiler; Markus Plaut, Schneider; Michel Plaut und Jeremias und Jonas Ta n n e n b a ii m, Schuhmacher; Moses Oppenheim, Vnumwollweber; Josef Löben stein und Michael P i a u t, Sciscnsiedcrgesellcn, WichmannShauseni Jakob Heilbrun, Schuhmachermeister, beschäftigte einen Lehrling und einen Gesellen. Leib R. Heilbrun lernte Schuhmacher. Bischhaukenr Liebermann G o l d s ch m i d t lvar Metzger. Es wäre für den Forscher eine dankenswerte Aufgabe, den Nachweis zu führen, wieviel von den vorher Genannten durch Ausbau des Handwerks zum Großbetrieb den Wohlstand ihres engeren und weiteren Vaterlandes förderten und heute noch in der Handelswelt einen hochgeachteten Namen führen. Zurück Zur Schotte. Die Hauptversammlung des ReichsbnndeS jüdischer Jrontsoidaien hat, wie wir erfahren, beschlossen, eine großzügige Sicdlungsaktion innerhalb des deutschen Judentniiis einzuleitcn, an der sich u. a. Rittergutsbesitzer Sandclo wskh (Nvrgckincn), der gleichzeitig Mitglied des HauptvorftandeS des Centralvereins ist, als Sachverständiger beteiligen wird. Auch Prosesior Franz Oppenheimer und der bekannte Sachverständige für Siedlungsfragen, Tomänendirekivr Dhk, arbeiten in der Sachverständigenkommission mit. Es soll ein Sicdlungsfonds gebildet werden, au? dem heraus aus einem eigenen Gute, nach einem genau vvrgezeichneten, von ersten Fachleuten geprüsten Plan, geeignete jüdische Landwirte Und Gärtner angesiedelt werden sollen. Der R. j. F. teilt dazu noch mit; „ . . . Der Rcichsbnnd jüdischer Fronisvldatcii ist wie kckin anderer Bund nach dem Lande orientiert. Dem Lande entstammt die Mehrzahl seiner Mitglieder, da ursprünglich das Land ja relativ eine weit gröber« Anzahl von Kriegsteilnehmern gestellt hat als die groben Städte. Ebenso umschließt er in seinen Reihen die Mehrzahl der jüdischen Landwirte. . . . Der gicichsbund jüdischer Frontsoldaten, dessen Mitglieder einst den deutschen Boden im Weltkriege verteidigen geholfen haben, betont sein Recht aus diesen Boden gegenüber allen Versuchen, ihn vom Boden zu entfernen. Er glaubt sich wie kein anderer Bund gcelgnet, dieses Recht auf Gnind der Blutsteuer, die er einst gezahlt hat, in Anspruch nehmen zu Neue Sücher. Stubniann: „Ballin, Leben unv Werk eines deutschen Reeders." — Steinhaufen: „Der politische Niedergang Deutschlands." — Martin: „Demokratie oder Diktatur?" Der bekannte Hamburger Senator Peter Franz Stubmann hnt unter dem Titel „Ballin, Leben und Werk eines deutschen Reeders" (Berlagsanstalt Hermann Klemm A.-G., Berlin-Grunewald) eine neue Schilderung der gewaltigen Persönlichkeit und des erstaunlichen Wirkens des verstorbenen Leiters der Hapag gegeben. Unsere Leser werden sich erinnern, daß bereits früher ein Mitarbeiter Ballins, Bernhard Huldermann, ebenfalls über Ballin berichtet hat. Sicherlich bietet dieses neue Werk eine vorzügliche Ergänzung des alten. Man wird zum Studium der großen Persönlichkeiten unserer Vergangenheit, zur Erkenntnis jüdischen Wesens in den vergangenen Jahrzehnten sowohl Hnldermaim als auch Stnbinann hcranziehen müssen. Was Stubmanns Darstellung besonders nuszeichnet. ist die rückhaltlose Charakterisierung der Persönlichkeit Ballins, die auch in dessen Wesen vorhandene unklare Punkte nicht verschleiert. Hier hat der Freund eine N n p a r t e i l i ch k e i t bewiesen, die um so wertvoller ist, als zweifellos viele Punkte in der Persönlichkeit dieses Mannes eine sehr verschiedene Beurteilung zulassen. Hierher gehört auch seine Stellungnahme zum Judentum. Für die Nachdenklicheren gehört zum wertvollsten Teil des BucheS die Schilderung davon, wie schwer Ballins Bater unter der Abneigung gegen die Juden gelitten hat, wie die Rechtlosigkeit dem aufstrebenden Manne noch in der Mitte des vorigen Jahrhunderts Schwierigkeiten über Schwierigkeiten in den Weg legte. Man sollte meinen, daß eine solche Jugend einem geistig so bedeutenden Menschen, wie Ballin es war, zu denken gegeben und ihm insbesondere die Verpflichtung auserlegt hätte, für seine bedrängten Mitbrüder zeitlebens ein besonderes Interesse zu zeigen. Leider ist das keineswegs der Fall gewesen. Daran wird auch dadurch nichts geändert, daß, wie Stubmann betont, zu den Intimen Ballins mit wenigen Ausnahmen Männer seines Glaubens stchörten. Abgesehen davon, das; sicherlich auch Ballm wegen seiner indischen Abstammung von vielen gemieden wurde, — eine Tatsache, die dem charaktervollen Manne natürlich nicht verborgen geblieben war — abgesehen auch von der Tatsache, daß er eine Nichtjüdin geheiratet hatte, wußte er eben, wie schwer der aus der lüdischen Gesamtheit lastende Schutt von Vorurteilen oft eine wirkiiclse Intimität zu Nichtjuden, sicherlich zum allgemeinen Schaden, nicht anskommcn läßt. Stubmann erklärt, daß Ballin, selbst in den Jahren seiner' größten Erfolge, bei seinen Verhandlungspartnern ab und zu das Vorurteil antisemitischer Gesinnung voraussetzen zu müssen glaubte, daß auch er das alte Mißtrauen spürte, das sich immer wieder von neuem durch Generationen verwirrend hindurchzieht, und auch vor führenden Männern des „zerstreuten Volkes aus dem Osten" nicht halt macht, gefördert durch die immer wieder aufsteigende Rassenhetze Politischer Tendenz. Die dem Buch hinzugefüglen Briese Ballins bilden insofern eine besondere Bereickjernng. als sie in manchen Ausführungen mittelbar und uiiiwittell'ar Erklärungen zu dem Politischen Niedergang unseres Vaterlandes nbgeben. Diesen Niedergang in seinen tieferen Ursachen näher ergründet zu haben, ist das hervorragende Verdienst des bekannten Kasseler Gelehrten Georg Steinhaufen („Der Politische Niedergang Deutschlands in seinen tieferen Ursachen", 102 7, A. W. Zickfeldt Derlag, Osterwick am Harz). Man wird natürlich mit sehr vielen Erkenntnissen, die Steinhausen vermitteln will, nicht einverstanden sein und wird je nach seiner politischen Ueberzeugung hinter manche Kapitel ein Fragezeichen sehen können. Das hindert aber nicht, daß Aufsätze wie „R ü ck st ä n d i g ke i t und E r - st a r r ii n g im alten Staate" insbesondere auch denen zu denken geben werden, die an sich warme Freunde dieses alten Staates gewesen sind und diese Freundschaft heute noch ausrecht-, erhalten. Man sollte, wenn man auch politisch ganz anders eingestellt ist lote Steinhaufen, das Buch, wenn auch mit kritischen Blicken, genau studieren, weil man reiche Belehrung aus v elen seiner Betrachtungen lvird schöpfen können. Berührt Steinhaufen im wesentlichen allgemeine Probleme, so hat der Leipziger Rechtsanwalt Hermann Martin in einer Schrift „Demokratie oder Diktatur?" (Verlag für Politik und Wirtschaft, Berlin 3W 08) besonders diejenigen Punkte, die dem nächsten Arbeitsbereich des C. V. angehören, in zum Teil hervorragend übersichtlichen und belehrenden Aufsätzen untersucht und erklärt. In drei großen Teilen schildert er das Wesen der Demokratie, der Diktatur und der Reaktion. Es ist mir zu bedauern, daß die Betrachtungen im April 1926 abgeschlossen sind, also zum Teil wichtige und bedeutsame Ereignisse der heutigen Tage noch nicht berücksichtigen kvnneii. Schon in tatsächlicher Beziehung enthält dieses Buch in der Entwicklnngsaeschichte des Fascismus, in genauen Angaben über den Stahl- Helm und die rechtsgerichteten Verbände, in einer kurzen, aber das Wesentliche nicht vergessenden Schilderung der Entwicklung Hitlers eine außerordentlich große Menge von Lehren, die alle diejenigen, die zu den -Führern unserer Bewegung gehören, nicht übersehen sollten. Jj. II. Verlag u. Cchrrstleitung: Centraloerein deutsch. Staatsbürger iüd. Glaubens e. D.. Derllir 81V88, Llvdenltr. 18, Fllr d. SchrlfNeit. mrantw.: i. B. Dr. Alfred Wiener. &etltn Sim — Druck; Rudolf Molk«. Berlin 81V 08.

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