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Central-Verein-Zeitung · 1926-12-01 · Heft 12 (Dezember 1926) · page 8

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Journal
Central-Verein-Zeitung
Volume
1926
Issue
Heft 12 (Dezember 1926)
Date
1926-12-01
Page
– (sequence 8)
Language
German
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Soeben hat -er Reichstag das „Gesetz zur Bewahrung der Jugend vor Schund- und Schmutzschriften" verabschiedet. Für dieses Gesetz sind auch die D e u t s ch n a t i o n a l e Volksspartei Und die Deutschvölkische Fr e i h e i t Z Pa r- Eei mit allen Stimmen eingetreten. Dürfen wir hoffen, daß dieser völkischen Willenserklärung gegen „Schmutz und 'Schund" nun auch eine e n e r g i s ch e T a t folgt, und daß von deutschnationaler wie auch von völkischer Seite den zahlreichen Schriften, die gegen das Gesetz gröblich verstoßen, der Vernichtungskrieg energisch erklärt wird? Me notwendig dieser ist, erweist die folgende Zusammenstellung, die sich leicht vergrößern läßt. Bild l. .Ain MÄDCHEN fiir-'KjNDERw 1-70 OAJ-WEN. Von. IPiTZ HALB ACH 9m Satin 1923 attligt 3<l Jfctnnaan o|t ^ptec^Eaann la Münchs Der Schiagdilach drehte sich 11m, und als er sali, daß cs der Moschemeires war, ries er: Krumm die Nus' und krumm das Bein! Kerl! Wie kommst du hier herein? Da machte der Moschemeires krumme Beine, krumme Arme, krumme Finger, krrimme Nase, krummen Mund und sagte: Ich bin der Mvschemcircs! Gib mir dein Schwert, bei» teircs! Aber weiter kam er nicht, denn der Schiagdilach schrie ihn an: Hör auf mit twm Geseires! Glückauf zum Lrden Pleitegeircs! Leb wohl! Vergib mein nicht! Und sei'r es! Und als Moschemeires noch keine Anstalt machte, das Haus zu verlassen, packte er ihn plötzlich bei seinem schmutzigen Kragen, legte ihn über die Knie und ries: Hier hast du auch mein Schwert, mein teires! Versuchs! Vergiß man nicht! Und sei'r cs! und er schlug ihn windelweich. Ei, liebe Kinder! So ein Waihgeschrei, wie der Zanbcrjude Moschemeires es machte, hatte inan in der Stube des Waschelwuschelwisch noch nie gehört! Ein Schundbuch für Kinder von sieben Jahren an. H nun! : . . Auch in bezug auf Ehcbegrisfe und Ansehen der Familie scheint bei den Juden eine uns Deutschen fremde Auffassung zu bestehe». So trug z. B, der jüdische Rechtsamvalt Tr. Ephraim Kirsch, . . .straße, keinerlei Bedenke», die Tochter des wegen Milchers, Wechselreiterei Kuppelei wiederholt bestrastcn Händlers Aron Wolfsohn zu heiraten. In dculschblütigen akademischen Kreisen ist wohl so etwas ausgeschlossen." Erich: „Das ist richtig, unsere deutschen Moralbcgriffe bewegen sich in anderer Richtung als diejenigen der Juden. Ter Deutsche schließt eben eine Ehe, der Jude dagegen eine Jntcresscngemciuschast. — Hut nun zum Haupkgegcnstand unserer lluterhaitung zu kommen, Milb ich Ihnen noch die Tatsache auseinnndcrsctzen, daß das Judeutum unsere rassige Eigenart planmäßig zu verderben sucht. Der Jude tut damit feinem Gott I . . . den größten Dienst. Der Vorführer der armen Anna Weise war ein Jude. Jndcln er dies deutschblütige Mädchen sch . . ., brachte er seinem Gott ein Opfer dar. Die ,Anna Weise Hatto nun freilich noch Ehrgefühl genug, die ihr angetane .Schmach durch einen freiwilligen Tod zu sühnen." Schmutz und Schund für Jugendliche von zwölf Jahren an, Bild 2. f la wissenswertes für Sie üeutschbtütige Iugenö Vsa fmp Slnli Pitldfl von Karl Nohn, |||||| Io korch lwürtkembrrg). äpgj|lp und Sch Profcffor Ottomar Enking sagte als Gutachter: „ .... Durch das Dintersche Buch „Die Sünde Ivider das Blilt" habe ich mich nur mit Mühe und einer oft in Ekel übergehenden Abneigung durchleson können. Es ist mir auch nicht leicht, mich über das Werk Zl> äußern, da cs sich mit der belletristischen Literatur >md überhaupt mit der Kunst gar nicht berührt . , Bild 3. iMurLinttt Der beliebte Schundroman der Töchterpensionate und Leihbüchereien, 16. Auflage. 171.-200, laufend Bild 4, ^Müirmer ntBAUJGmo: juuuj ototicnta 3 Dieses Wochenblatt wird der Jugend in Nürnberg seit Jahren vor Äugen geführt. „Nathan der Weise" als „Störer der öffentlichen Ord- UMttfl". Lessings „Nathan der Weise" ist seinerzeit verfilmt und seit langem der Münchener Filmprüfstelle vorgesührt ivorden. Diese nahm, wie bereits vor einiger Zeit in der Presse mitgctcilt wurde, an dem Film Anstoß, weil ein Jude im Bordcrgrtmdc des Interesses stehe und zu befürchten sei, daß wegen dieser Tatsache „in unserer erregten Zeit, besonders in Snddeutschlnud, Störungen der öffentlichen Ordnung entstehen könnten". Die Filmoberp ruf stelle hat dieses Filmverbvt jetzt aufgehoben — und wir hoffen, daß „Nathan der Weise" nicht als Ruhestörer, sondern als Berkünder der Duldsamkeit ailch durch den Film wirken wird, wie er es seit hundert Jahren getan. Verlag u. Cchriftleitung: Centralverein deutsch. Ctaatsbttrger jlld. Glaubens e. V., Berlin 8W 68, Lindenstr. 13. Für d. Echriitleit. verantw.: i. V. Dr. Wiener, Berlin SW 68, - Druck: Rud 0 lk Mosse, Berlin'SW, $8,

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