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Central-Verein-Zeitung · 1926-08-01 · Heft 8 (August 1926) · page 1

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Journal
Central-Verein-Zeitung
Volume
1926
Issue
Heft 8 (August 1926)
Date
1926-08-01
Page
– (sequence 1)
Language
German
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N-natsausgabe August 1-Lö iwtml wreitt _ Blätter fürfcuifichtum^WOrQim des LntralVerems teatfchlrJ unättttentum.^gfr m StmttsvüryerjüMsÄren ArmvensL« Allgemeine Zeitung des Judentums Jusammenschtutz. Gkne knrrevp-lktkfche KovdevUNS. / Von Ludwig Holländer. Angeregt durch verschiedene Veröffentlichungen des ehemaligen Direktors der Bibliothek des Herrenhauses, Dr. Friedrich Thimme, getragen von dem Gedanken, daß die dringende Not der Zeit eine Aussöhnung der innerpolitischen Gegensätze zum Erfordernis macht, überzeugt, daß nur eine wesentliche Verminderung der Reibungen dasVolksleben kräftigen könnte, hat der C. V. im Frühjahr 1918 die Anregung zur Begründung einer Liga für den inneren Frieden gegeben. Der durch Herrn Dr. Thimme angeregte Gedanke fand bei maßgebenden Politikern aller Parteien grundsätzliche Billigung. Und so war es nach verhältnismäßig kurzen Bechandlungen dem C. V. möglich, eine Konferenz einzuberusen, in der unter Vorsitz Dernburgs über diejenigen Schritte gesprochen wurde, die man zur Verwirklichung des theoretisch so warm begrüßten Gedankens unternehmen solle. Die Ereignisse der äußeren Politik wurden unruhiger. Das schwere Geschick unseres Vaterlandes trat dem einzelnen immer näher vor Augen, und so wurde der Gedanke, dessen Verwirklichung wenigstens zu einem ganz kleinen Teil begonnen hatte, vertagt; nach dem Zusammenbruch blieb er liegen, ohne aber in unseren Reihen vergessen zu werden. Kenner der Verhältnisse des inneren Lebens in Deutschland, die unter unseren Mitarbeitern zahlreich sind, haben sich iurmer mehr davon überzeugt, daß das Wort vom Wiederaufbau eine Phrase bleiben müsse, wenn nicht mit den unniötigen inneren Reibungen Schluß gemacht würde. Keiner von uns hat sich auch nur eine Minute lang dem Gedanken hingegeben, als . ob alleReibungen und alle inneren Kämpfe beseitigt werden könnten. Aber gerade wiic in unserem Arbeitsgebiet haben es erlebt, daß Entzweiungen größten Umfangs im Volke entstehen, die mit Weltanschauungsfragen nichts zu tun haben und die dennoch Unfrieden und Haß erzeugen, die zu beseitigen Mer nicht gar so schwex wäre. > Von diesem Gedäüken ausgehend machte der Centralverein das Thema „Innerer Friede" zum Gegenstand eines Vortragsabends vor seiner Hauptversammlung: e°k hat 'in seiner Kundgebung nicht nur die Notwendigkeit, daß etwas geschehen müsse, betont, sondern auch, wenigstens in kurzen Umrißen, das Wie angedeutet. In Nr. 11 vom 12. März 1926 hat die „C. V.-Zeitung" einem ausführlichen Bericht über die Vorträge jenes Abends veröffentlicht. Inzwischen hatte Herr Dr. Thimme ohne irgendwelchen Zusammenhang mit dem C.V. auch seinerseits den von ihm schon früher als notwendig erkannten Gedanken weiter verfolgt und brachte') in Gemeinschaft mit Dr. E. H e m m e r l e im April dieses Jahres eine „Politische Monatsschrift zur Pflege der Deutschen Eintracht" unter dem Titel „Der Zusammenschluß" heraus. Bier Hefte dieser Zeitschrift liegen bis jetzt vor und geben ein klares Bild von den Gedankengängen der beiden Politiker. Sie zeigen, . daß die Durchführung dieses an sich schon verdienstvollen Versuches hohe Erwartungen nicht enttäuscht. n. Das Programm der Zeitschrift „Der Zilsanunem'chluß" ist: Beseitigung der Ausartungen im politischen und weitaus chaulichenRingen. Gehässigkeit und Neid in jeder Form sollen bekämpft, eine Arena für die sachliche und vornehme Austragung innerer Gegensätze und Meinungsverschiedenheiten auf allen Gebieten geschaffen, die Probleme der inneren und äußeren Politik von allen Seiten in voller Unbefangenheit und Aufrichtigkeit erörtert werden. Der „Zusammenschluß" bringt deshalb Abhandlungen über Fürstenenteignung, Demokratie und Parlamentarismus, Deutschlands künftige Politik im Völkerbund neben, anderen, die mehr das Grundsätzliche, wie „Der Mangel an politischem Verstehen, eine deutsche Schwäche", oder „Die Tragik der Wahrheit", enthalten und starken erkenntnistheoretischen Wert besitzen. Es ist hier nicht der Platz, aus Einzelheiten zustimmend oder ablehnend einzugehen. Nur zwei Beiträge von ganz besonderer Bedeutung seien erwähnt: Dr. v. Campe, der bekannte preußische Parlamentarier, untersucht „Demokratie und Parlamentarismus" mit dem Untertitel „Zersetzung oder Zusammen- Muß" und geht unter starker Benutzung der psychologischen Methode auf die Grundfragen ein, die heute den Zwiespalt in die Beurteilung unseres parlamentarischen Lebens tragen. Und Dr. Gertrud B ä u m e r schreibt in einem hervorragenden Aufsätze über „Lebensgefühl und innere Einheit der deutschen Jugendbewegung". Sie entfernt sich zwar anscheinend etwas von dem direkten Ziele der Zeitschrift, dient ihm aber anderseits in außerordentlichem Maße, weil sie auf die unsere Jugend bewegenden seelischen Entwicklungstendenzen im einzelnen klar hinweist. Hl. Es ist notwendig nachzuprüfen, ob der Inhalt der vorliegenden Hefte zu dem gesteckten Endziele führt und ob überhaupt die Herausgabe einer Zeitschrift auf die Dauer allein ausreicht. Die grundsätzlichen Aufsätze, wie namentlich die Abhandlungen über dieTragikderWahrheit, weisen schon den Weg zu der so notwendigen, Klärung derjenigen Probleme, die Äl« s d e m L u v & I t r Papst plus E und der Antisemitismus. „Zum Kapitel Mualmord." Äon Dr. Paul Nathan. Wer ist der beste Deutsche? Das Alte Testament in christlicher predigt «nd Feier. Von Lic. Prof. Dr. Fiebig lLelpztg). ») Vergleiche, „C. V.-Zeitung" Nr., 25, Jahrgang ISA. .

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