Der Israelit des neunzehnten Jahrhunderts
- Journal
- Der Israelit des neunzehnten Jahrhunderts
- Volume
- 9 (1848)
- Issue
- Heft 25 (18.6.1848)
- Date
- 1848-06-18
- Page
- – (sequence 8)
- Language
- German
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rnlwutf ver Verbesserung /lugkbracht wurde, ich wollte es gerne, obgleich p-aravnifche Matrickelgesetz nicht einmal beseitigt wurde, eS wird mich trösten, eS wird Alles mit eiüem Male gescheht,, wenn nicht eine Entschließung mir zu Grficht gekommen wäre, bei der eS mir eiskalt überlief. DaS Matrickel« gefetz wurde inniet Ab bl mit aller Strenge gehündhabt und doch nicht so strenge, wie jetzt Unter Thon-Dittmer. Der Bvls-Minister Thon-Dittmer verweigert selbst einem jüdischen' Handwerker, ohne allen Trund, die Ansäßigmachung über die Matrickelzahl. DaS hat Abel nicht gethan. Der Matin de» Fortschritts Und der Freiheit übt einen Druck auS, V^t selbst st.rch der striktesten Drutang des MatrickelgefetzeS uNgesetzlich ist! ' hoffentlich wird dieses Veranlassung geben zur Beschwerde an Ge. Majestät, hoffentlich wird eS bei dem nächsten Landtage zur Sprache kommen, aber jetzt, fetzt— wer hätte düs gedacht! das für möglich gehalten: Wie Alles sein Gutes indessen hat, so vielleicht auch dieses^ Vielleicht werden den bayerischen Juden die Augen aufgrhen und sie nun wieder rühriger/ thättger, vereinigter um Gleichstellung Petition,'- den, was sie bei dem jüngsten Landtage unterlassen hatte», in der Meinung eS gehe von selbst; vielleicht werden sie nun auch sehen, weiche Folgen die Eingaben ihrer Zeloten haben, drttN daß diese sich nicht zuruckhalten ließen, ist leider watzr. Indessen wollen wir die Hoffnung nicht aufgebea, dieser Nt ist der eines einzelnen Ministers und Thon-Dittmer ist dm Juden nicht gcneigi. Unser Gesümmtministerium, daS Heinz, Lerche nkeld und BeiSler zu Mitgliedern hat, wird anders verfahren. Zstolerasz. | Del n. tZ. G.) — Gegen den Artikel 39. des Entwurf! ver altes Schweizern, wetchermer christlichen Eonfessson nngehören, j ras Recht der freien Riederlaffung im ganzen Umfange »er Er-! veSgenossenschaft garantirt, Wachen sich wieder besonders die Ge. j sandten rer Urkantone aus. Auch daS Wie NiererlassungSrrcht! der Israeliten, welche DLweizrrdürger 8nd, kam zur Sprache.! unv namentlich nahm sich der Gesandte des Aargaus mit vieler ' Wärme dieser noch in so vielen Ländern einigermaßen verfolgten Nation an. Mit Ausnahme des KantesS Aargaa, der zwei Gr- ' mcinrea eingebürgerter Jude» öesstzt» haben dir Israeliten der jl Schweiz nirgends das Recht deS Grundbesitzes, nnd in de» fa* j| tholischen Kantonen durften ffc DH ruergeotheilS gar nicht sehen! lassen. Auch beute waren nicht hinreichende Sympathien für die armen Linder Israels vorhanden. UebrigenS lobte der Gesandte von Aargau daS gute Betragen und die GefinnuvgStüchkigkeit seiner jüdischra Bürger, vergebens sprach ffch Reuenburg in gleichem Sinne anS, geradezu erklärend, daß dieser Kanton seine Juden förmlich emanzipiren werde; nur die Herrn Drney und Ochsender» .traten »och auk die Leite deS verfolgten Samen Abrahams , die übrigen Gesandtschaften wollten nichts davon höre», vaß die Juden im Grunde gleiche Menschen seien» wie wir Cbn» stenmenschen und eS werden also nur die Letzteren von dem freien Medrrlaffungsrecht Gebrauch machen dürfen. Jude» alS Gefchworne. Köln. — Man liest io der bkeffgen Zeitung: Auf mein an den Regierungspräsidenten Herrn v. Raumer gerichtetes Gesuch, die Juden, in die ihnen seit der Jetzt-Herrschaft entzogenen Ehren, rechre als Geschwornen wieder eiazusetzen. ward ich mit folgender Antwort beehrt. Es mag dieses Aktenstück die Erfahrungen über die Willkühr der Büreaukratie um eine bereichern. Köln 15. Mai 1843. Abr. Ochse-Stern. „Ew. Wohlgeboren erwiedere ich auf daS gefällige Schreiben vom 15. d. M. daß in den hiengen Akten keine Verfügung aukzufinden ist. durch welche die Ausschließung der Juden vom Geschwornenamte angeordnet wäre. Dennoch haben die mit Auf. stellung ver Geschwornenverzeichniße beauftragten Unterbehörvea — es erhellt nicdt auf welche Veranlassung — allerdings bisher keine Juden in dieselben ausgenommen. Da ich mit Ew. Wohlgeboren der Anffcht bin, daß diese» Verfahren ungerechtfer. tigt ist. habe ich die Behörden za dessen Abstellung aufgrfordet. Köln den 18. Mai 1843. Der Regier» ngspräfieent v. Raumer. P ' tTiotiSmns in Breslan. BreSlau. — Die Gesellschaft der Brüder za Breslau hat die silbernen Gefäße der großen Synagoge, ein Gewicht von 100 Mark, der Regierung abgekiefert. Man glaubt, daß auch die üb. rigen Synagogen diesem patriotischen Beispiele folge« werden. Verlag der I. C. Hermana'schea Buchandlung in Frankfurt a. W. — Druck von Fried. Krähe in Osseabgch.