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Der Israelit des neunzehnten Jahrhunderts · 1848-06-18 · Heft 25 (18.6.1848) · page 2

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Journal
Der Israelit des neunzehnten Jahrhunderts
Volume
9 (1848)
Issue
Heft 25 (18.6.1848)
Date
1848-06-18
Page
– (sequence 2)
Language
German
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heit und nicht in Liebe, np-pS (6v ribfeta —O auch euch gilt eieses Abends mahnender Ruf: rc. ON-» N2. Was ist es, daß ihr heute seid erwachet, heute euch demüthigen wollet vor dem Gotte Israels, wen« ihr morgen euch wieder hingeben wollet dem Schlafe der Lauheit, der Gleichgültigkeit, der Gedankenlosigkeit m Allem, was euch und euren Glauben.betxifft! - i v Und dieser Weckerruf ergehet auch an Diejenige« unter den Söhnen Israels, die wohl wach sind, wohl Anhänglichkeit und Eifer für ihren Glauben kmvahren, aber darin fehlen, daß sie diese Anhänglichkeit und diesen Eifer nur der Form zuwenden, nur dem Aeußeren weihen, aber darüber den Kern, daS Innere vergessen. — Höret mich wohl an, m. Br.! An diesem Abend soll Nichts verhehlt werden; er soll mit seinem Liebte von eben Alles beleuchten, auch unsere frommen Irrthümer, unseren falschen Eifer. — Segen, dreifacher Segen dem Grabe unserer Väter! Sie haben uns unser heiligstes Kleinod erhalten. Sie haben zu der Zeit, wo Nacht und Barbarei über den Völkern gelagert war, über unserem Glauben gewacht, baden ihn umzäunet und umringet und den Herzen seiner Bekenner Entsagung, Entsagung auf allen menschlichen Ruhm,' aut alles Wirken nach außen eingeflößt. Nun aber, wo die Zeiten sich haben gelichtet , wo der ^Geist reiner Erkenntniß auch nach außen hin ist erwacht, da sollen wir den göttlichen Geist unserer Lehre von seinen beengenden Schranken befreien und ihn lebendig werden lassen in uns und wirksam außer uns, ny *?5 nca ikti ifoy mpj 'n üsr 'p pan' daß alle Völker der Erde es sehen, wie der Name des Einen und Ewigen genannt werde über uns, und Ehrfurcht haben vor uns. So will es jetzt der Versöhnungstag, so lautet sein Weckerruf an uns. Er förderte Entsagung, Versöhnung mit unserem Geschick, Verzichtlcistnng auf alles Wirke» nach außen, und ein Verbergen und Verschließen unserer reinen Lehre, so lange die Fluthen mächtig waren und die Arche vor sich und in die Höhe trieben; nun aber, da wir erlebt, tmi V?p '5, daß sich verlaufen haben die Fluthen, und die Taube mit dem Oelblatt und der Bote des Friedens nicht in der Arche sich zu verschlie» ßen, nicht immer wieder in die Arche zurückzukehren braucht, har der Versöhnungstag noch eine höhere und freundlichere Botschaft an uns, will er mir und durch uns die ganze Menschheit zur Versöhnung bringen und zum Heil." Darum sürchrer Gott uud — haftet feine' Gebote Diese Forderung hängt mit der erstcren innig zu. sammen^gel. K.! sie sagt euch nichts Anderes, als daß Lr aus Furcht vor Gott nicht nur das Böse mei. den, sondern auch das Gute thu» sollet. Und wahrlich, es thut Rorb, daß ich diese Forderung euch nochmals an's Herz lege, daß ich mit der Liebe eines Vaters, mit dem Ernste eines Lehrers euch ermahne, nur Gott zu furchten und seinen Willen zur Richtschnur eures Lebens zu nehmen; denn, daß ich es euch sagen muß, ihr werdet die Welt, ihr werdet die Menschen nicht so finden, wie ihr sie jetzt euch in eurem unbefangenen Sinne vorstcllet; ihr werder sehen, wie die Menschen nur nach dem Eüeln und Vergänglichen ringen, wie öfters ein höherer Sinn und ein edleres Streben ihnen abgchth wie Klagen gehört werden über Mangel an Treue, über Mangel an Wahr» heit, über Mangel an Liebe in allen Klaffen und Ständen; ihr werdet sehen, wie arm die Menschen oft sind, trotz allen Reichthums, wie leer, trotz aller Fülle, wie leer, trotz allen Glückes. Darum lasset es euch sagen, aus dem tiefsten Grunde meines Herzens cs euch sagen, daß ohne Gott cs kein Glück und keine Zufriedenheit giebt, und daß wir nichts übrig behalten von Allem, was wir erstreben und erringen,' wenn es nicht das Be» wußtsein ist, daß wir Gottes Gebot gehalten nnd sein Reich, das Reich der Wahrdeü und der Liebe und des Friedens unter Menschen haben fördern helfen; denn dieses ist des Menschen Bestimmung, gel. Kinder! eine andere Bestimmung zieht es nicht, ein anders Glück ist nicht denkbar, als dieses! Gott fürchten und seine Gebote halten, das macht groß und stark, das macht reich und glücklich, das kettet euch mit den heiligsten Banden an Die, welche die Tbeuersten euch sind; es kettet euch an eure Eltern, die kein anderes Glück kennen, als euer Wobl, als euer Heil; es kettet euch an eure Lehrer, die nur in eurer Tugend die Frucht ihrer Mühe, des Lohn ihrer Anstrengung sehen; es kettet euch an eure Gemeinde, die nur durch würdige Glieder angeöaut, beglückt kann werden; es kettet euch an die Menschheit, deren Heil

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