Der Israelit des neunzehnten Jahrhunderts
- Journal
- Der Israelit des neunzehnten Jahrhunderts
- Volume
- 9 (1848)
- Issue
- Heft 24 (11.6.1848)
- Date
- 1848-06-11
- Page
- – (sequence 1)
- Language
- German
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des neun;ehnten Jahrhunderts. Ciue Wochenschrift für Fortschritt und Meform im Zuden t h u M. R e d L g i r t von ör. M. Heß. Großherzogl. Wcimar'schem Land-Rabbinen zu Eisenach . und - DZd. S. Holdheim, Rabbiner der Reformgenossenschast in Berlin. Zu beziehen durch alle Postämter und Buchhandlungen. Preis für den ganzen Jahrgang 3 Anzeigen für die gespaltene Zeile 6#* Diejenigen, welche Berlin näher sind als Eisenach und Frankfurt a. M., wolle« ihre Beiträge an den Mitredaktcur vr. Holdheim senden. Schriften zur Nccension sind an die Berlagshanvlung zu adressiren; 34. Sonntag den II. Jrrrri IX. Jahrgang. ll e b e r b l i ck. Haupt - Artikel: Predigten. .ConstrmationSTrau-, Schul-und Einführnngs-Reden. — Geschichte des TageS: Die neuen Ereignisse der Juden — Die religiösen und politischen Interessen. — Die gemischten Ehen. — Religiöse Bewegung. — Hirsch und die neue Zeit. — Herr vr. Ring ein Märtyrer des Judenthums.— Die Judensrage.(Schluß.) — Berichtigung. Predigte«. LoofirmationS-, Trau-, Schul- und EinführungS- Reden von vr. M. Heß. Großhcrjogl. Weimsr'schtm Land-Radbiarr. Dritte Sammlung. Weimar. Verlag des Landes-Jndustrre-ComptoirS. 1848. Ach glaube keinen Anstand nehme« zu dürfen, durch Mittheilung einiger Stellen aus jenen Vorträgen die Leser des „Israeliten" selbst mit dem Geiste und der rhetorischen Beschaffenheit derselbe« bekannt zu machen. WaS den ersteren betrifft, so ist es kein anderer, als der, dem auch diese Blätter schon seit einer Reihe von Zähren gefolgt sind: der Geist des entschiedenen Fortschrittes, des Strebens, für die reine, humane Auffassung unserer Lehre und des Kampfes gegen allcS Abgelebte und Erstorbene, gegen das, «aS da im Widerstreite ist mit der höheren Anschauung und edlere« Sitte der Zeit, nur daß die Predigt jede heftige und specielle Polemik vermeiden, sich mehr den Zuhörern accomodr'rm, mehr au das Wort der Schrift anlehn,n überhaupt eine religiösere friedlichere Färbung haben muß. Zn Beziehung auf die Form bin ich dem in der - Vorrede zur er sten Sammlung ausgesprochenen Grundsätze, daß die Predigt wesentlich eine Bolksrede sei», daher nicht so streng an die bisher für homiletisch gebaltenen Regeln sich binde«, sondern freier und natürlicher sich bewegen mJb ganz vorzüglich der edlen Popularität, die da eben so frei ist von jedem Erkünstele und Neberbildcru, wie von einer allzu trockenen und nüchternen Weise, sich befleißigen muß, getreu geblieben, und ob und wie rmr beides gelungen, darüber mögen die Leser entscheiden, denen ich in nachfolgendem einige Stellen ansziehen will: rc. Mt „Siebe! es kommen Tage,