Mannheim
Compact Memory

Der Israelit des neunzehnten Jahrhunderts · 1848-05-07 · Heft 19 (7.5.1848) · page 1

Scan of the page
Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Der Israelit des neunzehnten Jahrhunderts
Volume
9 (1848)
Issue
Heft 19 (7.5.1848)
Date
1848-05-07
Page
– (sequence 1)
Language
German
Belongs to
journal issue
OCR quality
85% known words query
IRI
…/2566751-2567071-2567090--3113-2571037
Visual Library
page viewer of the UB Frankfurt

No entity mentions on this page.

OCR text

des neunzehnten Jahrhunderts. Fortschritt <?i»c Wochenschrift für und Me form im Z u d e » t h n m. R e d i g i r t von M. Heß, Großhcrzogl. Wcimar'schcm Land-Nabbinen zu Eisenach und IM*. S. Holdbeim, Rabbiner der Rcformgenoffenschast in Berlin. Zu dczieben durch alle Postämter und Buchbandlungen. Preis sürde» ganzen Jahrgang 3 «f. Anzeigen für die gespaltene Zeile 6.-r Dieienigen, welche Berlin naher sind als Eisenach und Frankfurt a. Ä., wollen ihre Beiträge an vcn Mrtre» ' dalrcur Pr. S'olrl’cun senden. Schriften zur Reecnsion sind an die Berlagohaudluiig zu adrcssircn.?ir. 19. Sonntag den 7. Mai IX. Iabrgang. Uebcrbliek. Haupt-Artikel: Die historische Schule der indischen Theologie mi> ihr Resormprincip von l>r. -swnigmaiin. — Gefchielrte dos Tages: Berlin. Consirmatron im Resormtempcl. — Berlin. Die Trennung der Kirche vom Staate. — Baiern. Ein i'raeliti« schce Seminar. — Tn>in. Einancipation. —■ Bcncdig. Emaneipaiion. — b'ue'. arisches. — b'itcrarilchc Anzeige. Die historische Schale der jüdischen Theologie und ihr Resormprincip von IM*. D. Honigmann. Die Grundzüge des Snstcms der historisch > lhcolo« Zischen Schute, welche ich, wenn auch nicht mit ihren * I Der folgende Aufsatz bildet die Fortsetzung eines in der Zeitschrift ..Oie Reform deS JudenldumS, rcdigirt von Adler und Wagner", Jahrgang l8l6 Nr. 24 und 2ö veröffentlichten Bruchstücks: „GeschlchtUchc Entwickelung deS ResormprincipS im Jurenrhum seil dem achtzehnten Jahrhundert", und enthält die am Ende lener Arbeit versprochene Kritik deS historische» RcsormfrinclpS. Inwiefern die Berliner Resormgenosseuschaft, welche nach meiner Ansicht ursprünglich in theoretischer Bezie» bunz noch ans dem historischen Standpunkt sich befand, in den neuesten Versuchen ihrer princivicllcn Begründung über jenen Standpunkt hinauSgegangcn ist, must ich vorläustg uncrörtert lassen. Was aber das Princip der historischen Schule selbst anbetrifft, so kann mich die Kritik, die mein genannter Aussatz in einem Artikel aus Frankfurt in Nr.33 rerselbenZeitschrift eignen "Korten, so doch in ihrem Geiste entworfen habe, und welche darin resnltirten, daß der Mosaismus als erfahre» hat, von meiner Ansicht nicht abbringen. Der geistvolle Corresvondent hält meine Charakteristik der historischen Schule, namentlich so weil sie Geiger betrifft, nicht für richtig. Allein ich habe auch gar nicht daran gerächt, Geiger zu den historifchen Theologen der strictcn Observanz zu zählen. Daß aber die historische Schule niemals voncinrm bewußten resormatorikchei, Streben dco ThaimudS gesprochen habe, sollte man doch nicht so geradehin behaupten f). Die Beispiele vom Gegenlheü sind f) Zur Steuer der Wahrheit must bemerkt werten, daß Geiger lmJahrc l84ä in einem Bortrage über die zweite Rabbiner. Bersaiiimlung, in welcher er den Unterschied zwischen tat. mudischcr Entwickelung und talmudischem System autstellt, die Bewußtlosigkeit der talmudis.hen Reior:n zugestand. Daß aber solche Bewußtlosigkeit, die den Gegensatz zwischen der Bibel und der fortgeschrittenen Brldang nicht ahnt und vre Berechtigung ibreS ThunS nicht kennt, eben so wenig eine historische Entwickelung als das Traumleden ein EntivickelungSmoment des menschlichen GeifteS genannt zu werden verdiene, haben wrr bereits in ua>

Text as recognised by OCR (ABBYY FineReader), without corrections. Entity mentions: TagMe (2021); their positions were matched to this text again.