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Der Israelit des neunzehnten Jahrhunderts · 1848-03-26 · Heft 13 (26.3.1848) · page 1

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Journal
Der Israelit des neunzehnten Jahrhunderts
Volume
9 (1848)
Issue
Heft 13 (26.3.1848)
Date
1848-03-26
Page
– (sequence 1)
Language
German
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er des neunzehnten Jahrhunderts. Eine Wochenschrift für Fortschritt und Re so rm im Zudenthn nt. R e d i g i r t I>i*. M. Heß, Großherzogl. Weimar'schcm Land-Nabbincn zu Eisenach Br. S. Holdheim, Rabbiner der Neformgenosscnschast in Berlin. Zu beziehen durch alle Postämter und Buchhandlungen. Preis für den ganzen Jahrgang 3 Anzeigen für die gespaltene Zeile 63* Diejenigen, welche Berlin näher sind als Eisenach und Frankfurt a. M., wollen ihre Beiträge an den Mitredaktcur vr. Holvhcim senden. Schriften zur Rccension sind an die Beriagshandlung zu adrcssiren. Nr. IS. Sonntag den 36. Marz 1848. IX. Jahrgang. Neberblick. Haupt-Artikel: Verhandlungen der Reformfreunde. (Schluß.) — Geschichte des Tages: Aus Preußen: Erwartungen und Hoffnungcu der deutschen Juden. — Monatbcricht aus Bayern: Verschiedene Nachrichten und Gedanken. (Schluß.) Erster Auszug aus den Protokollen der vom 35. bis zum 31. Oktober löl? in Berlin abgehaltenen Versammlung von Neformfreunden. (Schluß.) Ter Vorsitzende, vr. Stern wirst einen Ruck»! blick auf den bisherigen Gang der Tcbatke, indem i er die Ansichten kurz bezeichnet, die sich über die Offenbarung bei dieser Gelegenheit vornämlich geltend gemacht haben. Der Streit darüber, ob die frübere Auffassung der Offenbarung bei den Autoren der Bibel selbst, bei den Talmudisten und bis in die Gegenwart hinein mcbr eine rationelle oder mehr eine supranaturalistische gewesen, müsse dahingestellt bleiben, für die unserige einen entschiedenen Ausdruck zu finden, sei hier die Aufgabe. Wie wir über den Ursprung der Gesetze denken, die in ihrer Gesammtheit das Iudenthum rcpräscntiren, darüber spreche sich die Kommission im Satze § deutlich aus, indem sie eine Erleuchtung und zwar eine für die damalige Zeit vorzügliche, wie z. B. bei Moses, anerkennt. In dieser Anerkennung liege eben das Positive unseres Bekenntnisses, durch sie sei der Zusammenhang mit der Vergangenheit aufrecht erhalten. Simion (Zuhörer) muß sich gegen die Fassung der Kommission erklären, in der er die Absicht siebt, einen für die Gesammtheit bindenden Glaubensartikel aufzustcllcn. Das Iudcnthum — und dies sei sein großer Vorzug, der ihm erhalten werden müsse — habe keine bindenden Glaubensformeln, und die Glaubensfreiheit des Einzelnen sei unbeschränkt, besonders daS Wörtchen nur scheine ihm (dem Redner) ein Eingriff in dieselbe, und er beantrage daher, dasselbe zu streichen. Ter Glaube des Zudenthums beruhe auf Erkenntni ß, woraus nicht bloS die Einheit Gottes, sondern

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