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Der Israelit des neunzehnten Jahrhunderts · 1848-03-05 · Heft 10 (5.3.1848) · page 1

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Journal
Der Israelit des neunzehnten Jahrhunderts
Volume
9 (1848)
Issue
Heft 10 (5.3.1848)
Date
1848-03-05
Page
– (sequence 1)
Language
German
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Ger Israelit des n eunz e hn ten Iahrh underts. Gins Wochenschrift für FsVLfchViLt und Me form im Zudenthnm.' R e d i g i r t von DL'. M. Heß, Großherzogl. Weimar'schem Land-Rabbinen zu Eisenach DL'. S. Holdheim, Rabbiner der Reformgenosscnschast in Berlin. Zu beziehen durch alle Postämter und Buchhandlungen. Preis für den ganzen Jahrgang 3 Anzeigen für die gespaltene Zeile 6 &k Diejenigen, welche Berlin näher find als Eisenach und Frankfurt a. M., wollen ihre Beiträge an den Mitredakteur vr. Holvhcim senden. Schriften zur Ncccnsion sind an die Verlagshandlung zu adressiren. Nr. LD. Sonntag den S. Marz LGK8. IX, Jahrgang. Ueberblick. Haupt - Artikel: Entgegnung. — Geschichte des Tages: Vom Main: Die Bcfchneidungsfrage- — EmanclivatiouSdebat. tcn in England. — Berlin: Maiers Gebetbuch. Entgegnung. In Nr. 2 dieser Blätter erpcctorr'rt sich ein Anonymus gegen meine jüngst erschienene Schrift über den Eid more judaico. Wenn ich nun gleich sonst gewohnt bin, gewissen Zeitungsartikeln mit Stillschweigen zu begegnen, so gebietet doch hier das Interesse der guten! Sacke, da meine Schrift zur Zeit mehreren deutschen Regierungen vorliegr, und ich der günstigen, znm erwünschten Ziele führenden Aufnahme von mehreren Seiten bin versichert worden, das Schweigen zu brechen, dus meiner Schrift angethane Unrecht und die Art und Weise, wie so manche Reccusenten in Israel zu Werke gehe», dem Publikum darzulegcn. Der Vers, jenes Art. sagt, er könne den Schritt, welchen die Großherzogl. Hessischen Nabbinen er dieser Sacke getban, nur loben, obgleich in meiner Auffassung und Begründung desselben (sie!) nicht zu folgen vermöge. Nun glaubte ich wohl erwarten zn dürfen, dieses Urtheil durch eine gründliche Beleuchtung und Bekämpfung meiner Schrift motivirt zu sehen, doch weit gefehlt! Der Bcrf. weiß seinen Degont nur durch drei einzelne Bemerkungen zu!rechtfertigen. Doch hören wir auch diese! Es scheint ihm vor Allem nicht begründet, daß der Eid „in der Hand des Judenhasses ein dreischneidr'g Schwert war, um Ehre, Religion und Recht mit Einem Male tief zu verwunden." Dieses könne nur von einigen Gebrauchen gelten, welche das Mittelalter dabei verordncte. Ter geneigte Leser öffne nun meine Schrift und er wird (S. 1) zu seinem Erstaunen finden, daß auch ich, wo die Absicht, zu kränken, behauptet wird, nur von der Vergangenheit, von der ursprünglich vorherrschenden Tendenz rede und meine Ansicht ebenfalls auf einige Mißbräuche deS Mittelalters gestützt habe. Was hat also der Gegner Neues zur Beleuchtung oder Bekämpfung herangebracht? Uebrigens rennt der Recensent so wenig die judenfeindlichen Schriften? Wir wollen auS ihrer Legion

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