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Der Israelit des neunzehnten Jahrhunderts · 1848-02-27 · Heft 9 (27.2.1848) · page 1

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Journal
Der Israelit des neunzehnten Jahrhunderts
Volume
9 (1848)
Issue
Heft 9 (27.2.1848)
Date
1848-02-27
Page
– (sequence 1)
Language
German
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IfVOe 8 ß des neunzehnten Jahrhunderts. t Eine Wochenschrift für Fortschritt rrmd ZLefor r.r im ZWdesrthnm. R e d r g t r t von I$r. M. Heß, Großhcrzogl. Wcimar'schcm Larid-Nabbincn zu Eisenach ©r, S» Holdheim, Nabbincr der Ncformgcnosscnschast in Berlin. Zu beziehen durch alle Postämter und Buchhandlungen. Preis für den ganzen Jahrgang 3 4-f. Anzeigen für die gespaltene Zeile 6.cs* Dkcjcnigen, welche Berlin näher sind als Eisenach und Jrankfnrt a. M., wollen ihre Beiträge an den Mitrcdaktcur vr. Holvheim senden. Schriften zur Ztcccnsion sind an die Berlagshandlung zu adrcssircn. O. Sonntag den Februar 8X. Jahrgang. LL o b e r b l L <f. Hanpt - Artikel: Die wissenschaftlichen Bestrebungen Geigers und Sachs, eine Parallele. — Geschichte des Tage»: Monarbcricht ans Bapcrn: Verschiedene Nachrichten. — Aus 23cslvhalen: Die Eonscsssonsschnle. — Boin Main: Die Bcschncidungssragc. — Berlin: Die Unterhaua-De'eaitcn über die Juden. Die Rcligionöfchule des Dr. Sachs. (Schlusi.) — d'iterärischcs. — Einladung zur Sudscriplion. — Anzeige. Die wissenschaftlichen Bestrebungen Geigers und Sachs, eine Parallele. Soeben Kat eine interessante Schrift literarhistorischen Inhalts: beitrüge zur jäd'. Literatur-Geschichte von Or. Geiger, die Presse verlassen, über die luir miß soweit sie unsere Leser zu interessircu geeignet sein wird, ein Referat in diesen Blättern Vorbehalten. Vorläufig mögen die wenigen Worte Geigers im Vorworte, die sich über die Gesichtspunkte verbreiten, aus welchen solche literarische Bestrebungen von der Gegenwart und und für dieselbe gewürdigt werden mögen, hier einen schicklichen Platz finden. „Rur einer Zeit" — beginnt cs — „welche sich ihrer eigenen Berechtigung bewußt ist, weil sic das Recht der geschichtlichen Entwickelung anerkennt, kann -c6 gelingen, die Vergangenheit unbe, fangen zu bcurtheilen, weil sie deren Leistungen mit dem Maßstabe der Geschichte - n'ßt, nach den Anforderungen jener Zeit, nach den gegebenen Vorbereitungen würdigt. Rur wer einer jeden Zeit, also auch der vergangenen, das Recht zngcsteht, ihre Verhältnisse nach ihren eigenen Begriffen zu ordnen, kann den Anspruch auch für die Gegenwart begründen und auch für sie die Selbstständigkeit verlangen. So soll gerechte Würdigung der Vergangenheit, Anerkennung von deren Leistungen innig verbunden sein mit der frischen Triebkraft einer rüstigen, selbstbewußten Zeit. Die Gegenwart sei kein abgerissener Zweig ohne enge Verbindung mit der Wurzel, die Vergangenheit keine stehende Pfütze, die man überwölben müßte, wenn ihre verpestenden Dünste uns nicht siech machen sollten. Tie Geschichte sei der lebendige Quell, der auch unsere Fluren durchrieselt, und wenn wir mit eigener Kraft diese airbauen, so wird auch sein crfrijchendeS Gewässer sie befruchten. — 2» diesem Sinne achte ich die Bestrebungen für jüdische Literatur-Geschichte hoch und suche selbst nach Kräften sie zu fördern, die literarischen Thatsachcn herbeizuschaf-

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