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Der Israelit des neunzehnten Jahrhunderts · 1847-12-12 · Heft 50 (12.12.1847) · page 1

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Journal
Der Israelit des neunzehnten Jahrhunderts
Volume
8 (1847)
Issue
Heft 50 (12.12.1847)
Date
1847-12-12
Page
– (sequence 1)
Language
German
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Der Israelis veS neunzehnten Jahrhunderts. Eine Wochenschrift für die Kenntnis und Reform des israelitischen Lebens. Redigirt und herausgegeben von Dr. M. Heß, Großherzogl. Weimar'schem Land-Rabbinen zu Eisenach. Zu beziehen durch alle Postämter und Buchhandlungen. Preis für den ganzen Jahrgang 3 *f. Anzeigen für die gespaltene Zeile 6#» Nr. 50._ Sonntag den IS Deeember LS4V_VIII. Jahrgang. Ueberblick. Haupt - Artikel: Frankfurt a. M.: Badischer Landesverein. — Geschichte des TageSr Lom Locher: Die Taktik der hpperorthodoren Rabbinen in Würtemberg. — Hamburg: Wechsel an Festtagen. — Lemberg: Der gallizifche Jude. — London: Juden-Emancipation. — Merseilte: Eine gemischte Ehe. — Lonstaannopel: Die Schule von Galata-Serai. — Berlin: Juden in der Schul-Deputation. — Rom: Civilregister. — Amsterdam: Adv. Lipman». — AuS dem Fürstenth. Birkenfeld: Rabbiner Goldmann. — AuS Bayern: Berfchiedenes aus Bayern. — Uriel AcostaS Lehre u. Leben. Badischer Landesverein. / (Frankfurt a. M. im Rov.)— Am 28. Sept. l. I. hielt der allgemeine bandesverein in Baden für die Verbesserung der innern und äußern Zustande der Juden, zu Emmendingen die dritte Generalversammlung, deren Protokoll im Drucke erschienen und höchst interessant ist. Anwesend waren 113 Vereins-Mitglieder, unter welchen wir auch einen alten Bekannten, Hrn. Leopold Schott, Rabbiner zu Randegg, wahrzunehmen das Vergnügen hatten. An der Tagesordnung waren vier Gegenstände der Besprechung, deren erster, an Regierung und Landstände in Betreff der bürgerlichen Gleichstellung zu richtende Petitionen, zunächst ein locales Interesse batte, und unberührt gelassen werden kann. Die darauf folgende Besprechung der gewerblichen Verhältnisse unsrer Glaubensgenossen verdient um so mehr Beachtung als sich hier Stadt und Land vertreten fanden. Ter gewaltige Abstand zwischen Stadt u. Land in intellectueller und materieller Beziehung, wie er sich in Europa findet, äußert auf die Gestaltung der heutigen Zustände im allgemeinen einen großen, nicht genug erkannten Einfluß, der sich z. B. bei den gegenwärtigen Schweizer Wirren deutlich genug herausstellt; die ganze Continental - Politik nach innen dürfte hier ihren Ausgangs- und Stützpunkt finden. Wer auS Erfahrung weiß, wie schwer es hält, in städtischen Gemeinden religiöse Reformen durchzuführen, kann die Schwierigkeit deren Durchführung in Landgemeinden ermessen. Bei Eröffnung der Diskussion über die Mittel und Wege, wie die Gewerbthätigkeit unter den Juden zu befördern, hob der die Versammlung präsidirende Herr vr. Ladenburg aus Mannheim diesen Unterschied hervor. „Wir haben," bemerkte er, i» den Städten Gewerbtrcibende und Studirende unter den Juden; wie es aber damit auf dem Lande steht, welche ^Hindernisse hier obwalten und welche Abhilfsmittel anwendbar seien, das wünschen wir von Ihnen zu erfahren. Sehr verständig äußert sich ein, wie wir vermuthen, einer Land- oder kleinern Stadt-Gemeinde angehöriges Vereins-Mitglied, Herr Schnurrmanu; er meint, „die Städter wären zur Betreibung von Ge-

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