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Der Israelit des neunzehnten Jahrhunderts · 1847-11-21 · Heft 47 (21.11.1847) · page 1

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Journal
Der Israelit des neunzehnten Jahrhunderts
Volume
8 (1847)
Issue
Heft 47 (21.11.1847)
Date
1847-11-21
Page
– (sequence 1)
Language
German
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Der Israelit des neunzehnten Jahrhunderts. Eine Wochenschrift für die Kenntnitz und Reform des israelitischen Lebens. Redigirt und herausgegeben von Dr. M. Heß, Großherzogl. Weimar'schem Land-Rabbinen zu Eisenach. Zu beziehen durch alle Postämter und Buchhandlungen. Preis für den ganzen Jahrgang 3 Anzeigen für die gespaltene Zeile 6#* Nr. 47. Sonntag den S1. November 1847. 7111. Jahrgang. Ueb erblick Haupt-Artikel: Die Beschneidung und ihre Reform. — Geschichte des Tages: Berlin: Versammlung der Reformsreunde. — München: Kammer Verhandlungen. — Aus Posen: Mittheilungen.— Aus Bayern: Emancipationsanspruch. — - Mannheim: Bereinigte Schulen. — Wilna: Aufruf der russtschen Regierung. — Florenz: Emancipationsgesuch in Italien.— Ein Wort an meinen Freund, Herrn vr. Hirsch. - Prag: Literarisches. Hamburg: Cobdenu.Hamburg.— Litr.Anz. Die Beschneidung und ihre Reform von Dr. A. Arnhold, prakt. Arzt zu Dessau. Leipzig, 1847. Ter Herr Verf. wurde zur wissenschaftlichen Besprechung dieses Gegenstandes durch den unglücklichen Ausgang der Beschneidung an zweien seiner Kinder veranlaßt. Das eine starb, bei vorurtbeilsfreier Betrachtung, offenbar in Folge jener Operation. Das andere kam durch dieselbe in höchster Lebensgefahr, wurde jedoch gerettet, wiewohl mit größter Mühe, und ohne daß es möglich war, die durch Blutverlust tief erschütterte Constitution des Kindes ganz wieder zu normalisiren. Das Buch zerfällt in zwei Kapitel, von denen das erste sich mit den verschiedenen Deutungen der Beschneidung beschäftigt; das andere der Reform der Beschneidung gewidmet ist. — Ref., den nach seiner Stellung als Arzt besonders das zweite Kapitel interessiren mußte, kann nicht umhin, den in diesem Theile der gen. Schrift ausgesprochenen Grundsätzen im Ganzen beizustimmen. Es genügt hier, nur kurz den Weg zu bezeichnen, den Hr. Arnhold einschlägt, um seine am Schlüße des Buches mitgetheilten Vorschriften für eine den Grundsätzen der operativen Chirurgie entsprechende Reform der Beschneidung vorzubereiten. — Das Operationsverfahren zerfällt in 5 Akte: Die Vorbereitung, Chitach, Periah, Mezizah und die Blutstillung. Nach positiven Erfahrungen, wie rein wissenschaftlichen Grundsätzen hat sich ergeben, daß das bis jetzt übliche Verfahren als durchaus fehlerhaft und gefährlich bezeichnet werden muß. Das Einwickeln der Kinder vor der Operation, die jeden Sachkundigen empörende Periah, ein Muster operativer Rohheit, die noch scheußlichere Mezizah, die unendliches Unheil gestiftet, und das äußerst fehlerhafte Verfahren bei der Blutstillung. *) Alles dies *) Wir haben selbst gesehen, wie zu diesem Zweck eine Menge stypstischen Pulvers so auf die Geschlechtstheile geworfen wurde, daß voa diesen gar nichts mehr zu sehen war. .Darüber kam noch

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