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Der Israelit des neunzehnten Jahrhunderts · 1847-11-14 · Heft 46 (14.11.1847) · page 1

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Journal
Der Israelit des neunzehnten Jahrhunderts
Volume
8 (1847)
Issue
Heft 46 (14.11.1847)
Date
1847-11-14
Page
– (sequence 1)
Language
German
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Der Israelit des neunzehnten Jahrhunderts. Eine Wochenschrift für die Kenntnis und Reform des israelitischen Lebens. Redigirt und herausgegeben von Br. M. Heß, Großherzogl. Weimar'schem Land-Rabbinen zu Eisenach. Zu beziehen durch alle Postämter und Buchhandlungen. Preis für den ganzen Jahrgang 3 «tf. Anzeigen für die gespaltene Zeile Nr. 4« Sonntag den 14. November 184V. Till* Jahrgang. Ueberblick. Haupt - Artikel: Anträge zur Vorlage an die Versammlung von Reformfreunden. — Geschichte des Tages B erlin: Versammlung der Reformfreunde. — Paris: A. Cohn. — Königsberg: Juden zu akademischen Lehrern. — Königsberg: Der Eid, more Judaico. — Aus Hinterpommern: Von Gottberg. — Breslau: DerEid, more Judaico — Aus Bayern: D«s Kitzinger'sche Handelslehrinstitut. — Ueber die Verbreitung der Juden auf dem Erdboden. — Die rechte Verbreitung der Reform. (Schluß.) — Moses Mendelsohn an I. H. Obereit. — Litr. Anzeige. Anträge zur Vorlage an die Versammlung von Reformfreunden in Berlin, am 25. October 1847. I. Grundsätze. Einrichtung des Gottesdienstes und Abfassung des Gebetbuches. Einrichttung des Gotesdienstes. Der Gottesdienst soll seinem Inhalte nach ein lebendiger und treuer Ausdruck unserer im Judenthume wurzelnden Ueberzeugung sein, und in seiner Form den Anforderungen der Gegenwart entsprechen, um die Gemeinde zu einer wahrhaften Andacht zu erheben. Zu diesem Zweck erscheinen folgende Anordnungen angemessen: 1. Der Gottesdienst wird seinen Haupttheilen nach in deutscher Sprache abgehalten; inwieweit auch hebräische Gebete aufzunehmen sind, bleibt den Bestimmungen jeder einzelnen Gemeinde überlassen. 2. Die Elemente des Gottesdienstes sind: das vom Vorbeter vorgetragene Gebet, das stille Gebet der Gemeinde, zu welchem auch das Gebet der Leidtragenden an der Stelle des Kaddischgebetcs gehört, der Gesang mit Orgelbegleitung, vom Cbor allein oder von der ganzen Gemeinde vorgetragen, die Vorlesung aus der Bibel und die Predigt. Besondere Ceremomen wie Schofar, Lulew rc. werden nicht in den Gottesdienst ausgenommen. 3. Zn den Gebeten findet, neben einigen stabilen Elementen, wie Schema und Kadosch ein möglichster Wechsel statt, und wird das Uebermaß in der Dauer des Gottesdienstes überall vermieden. 4. Der Gottesdienst findet statt: a. in der Woche am Sonnabend oder Sonntag, oder, wenn es nach den besondern Verhältnissen

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