Der Israelit des neunzehnten Jahrhunderts
- Journal
- Der Israelit des neunzehnten Jahrhunderts
- Volume
- 8 (1847)
- Issue
- Heft 42 (17.10.1847)
- Date
- 1847-10-17
- Page
- – (sequence 1)
- Language
- German
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Der Israelit des neunzehnten Jahrhunderts. Eine Wochenschrift für die Keirntrnß und Reform des israelitischen Lebens. Revigirt und herausgegeben von Dp. M. Heß, Großherzogl. Wermar'schem Lanv-Rabbinen zu Eisenach. Zu beziehen durch alle Postämter und Buchhandlungen. Preis für den ganzen Jahrgang 3 Anzeigen für die gechaltene Zeile Nr. 42_Sonntag den IV Dctober L84V_VIII. Jahrgang. Ueberblick. Haupt - Artikel: Berichtigungen zur Neueren Geschichte der Israeliten. — Geschichte des TageS: Frank» surt a. M. Freimaurerthum. — Hamburg u. Altona: Jüdische Zustände. (Schluß.) —Königsberg: Der SonntagsgoiteSvienst. - Aus Würtcmberg: Indische Gebete. — Berlin: Das provisorische Central - Comitö. — Vom Rhein: Verhältnisse ver Js^ racliten im Fürstcnthum Birkenfeld. Berichtigungen zur Neueren Geschichte der Israeliten. Die große Mannigfaltigkeit geschichtlicher Thatsachen, welche die neuere Entwickelung israelitischer Zustände und Fortschritte darstellen, bietet dem Gescku'cktschreiber scbon an und für sich bedeutende Schwierigkeiten dar; diese werden oft nur vermehrt, durch die subjektiven Auffassungen der vielen Berichterstatter aus den verschiedenen Ländern, deren Mitwirkung nicht entbehrt werden kann, und durch so manches Mißverständniß, und ich gestehe es offen, durch manchen sich unvermerkt einschleichenden Mißgriff, der leicht hätte zur rechten Zeit wabrgenommen werden können. Es ist mir daher eine sehr angenehme Genugthuung, daß schon beim Erscheinen des ersten Bandes Freunde der Wahrheit mich auf verschiedene kleine Mängel aufmerksam machten, welchen ich noch wahrend der Herausgabe des Werkes abhelfen konnte, und daß im Allgemeinen auch in den folgenden zwei Bänden, trotz der vielseitigen Kritik, die ein derartiges Wr^k natürlich in jedem Lande, der Oertlichkeiten wegen, erfährt, nur wenige wesentliche Punkte nachgewiesen wurden, die einer Berichtigung bedürfen. So oft ich derartige Bemerkungen vorfinde oder von Andrrn erhalte, werde ich nicht verfehlen, sie zur Steuer der Wahrheit zu veröffentlichen; nur müssen die angeblichen Berichtigungen von der Art sein, daß sie wirkliche Tbatsachen (nicht bloß vermuthete Ab- oder Ansichten) ins Licht stellen, und charakteristische Züge betreffen, (nicht etwa kleinliche Persönlichkeiten) deren rechte Krkenntniß immer von Wichtigkeit ist. Verschiedenheiten der 'Anschauungen werde ich theils achten, theils übergehen, weil diese meist andere und ausführliche wissenschaftliche Erörterungen nöthig machen würden, und Gleichheit in dieser Hinsicht auch niemals eintreten wird. Wahrend ich nun diese wenigen Zeilen vorläufig als Beantwortung einzelner mir bereits zugegangener Uribeile, Fragen und Wünsche angesehen wissen möchte, beeile ich mich, einige tbatsächliche Angaben, sofort zu berichtigen. 1. Zm ersten Bande S. 255 steht unten- Und Die; erwartet noch einen Geistlichen. Ties ist unrichtig: Herr vr. Wormser, Bezirksrabbiner zu Diez,