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Der Israelit des neunzehnten Jahrhunderts · 1847-08-29 · Heft 35 (29.8.1847) · page 1

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Journal
Der Israelit des neunzehnten Jahrhunderts
Volume
8 (1847)
Issue
Heft 35 (29.8.1847)
Date
1847-08-29
Page
– (sequence 1)
Language
German
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Der Israelit des neunzehnten Jahrhunderts. Eine Wochenschrift für die Keimtnitz und Reform des^ifraelitifchen Lebens. Redigirt und herausgegeben von Dr. M. Heß, Großherzogl. Weimar'schem Land-Rabbinen zu Eisenach. Zu beziehen durch alle Postämter und Buchhandlungen. Preis für den ganzen Jahrgang 3 atf, Anzeigen für die gespaltene Zeile 645» Nr. 35. Sonntag den 29. August 1847. * Till. Jahrgang. Ueberblick. Haupt - Artikel: Note zum Texte der H oldheim'schen Briefe über die dritte Rabbinerversammlung: Von Land-Rabbiner Wechsler. — Geschichte des Tages: Berlin: Das preußische Judengesetz. — Holdheims Entlassung. — Einhon. — Motivirter Antrag: vom Prov.-Rabbiner Gosen. — Aufzeichnungen eines reisenden Schullehrers. (Fortsetzung.) — (Litr. Anzeige.) Noch eine Note zum Texte der Holdheimschen Briefe über die dritte Rabbiner-Versammlung. (Vom Land - Rabbinen Wechsler) Einem Holdheim gegenüber muß man vor Allem gegen den Vorwurf der Jnconsequenz auf seiner Hut sein und so will ich sogleich zum Eingänge den Schein einer solchen von mir abweisen. Ich habe freilich in meinem letzten Artikel „über die Speisegesetze" den Wunsch geäußert, die Sabbathfrage möchte für setzt aus sich beruht bleiben. Damals aber hatte ich noch nicht den Schluß des vierten Briefes, welcher zu dieser Note veranlaßt, in Händen, und noch vielweniger konnte ich wissen, welche Bedeutung dieser Schluß den Tagesereignissen gegenüber haben könnte. Diese Bedeutung tung ist?s dcnu, welche mir die Feder fast wider Willen in die Hand drückt und zwar jetzt erst, weil ich bis jetzt gehofft, cs werde die vierte Rabbinerversammlung in Mannheim in diesem Jahre noch zu Stande kommen und da sich Gelegenheit finden, in anderer Weise und im Vereine mit gleichgesinnten Collegcn jenem Schluffe zu begegnen, eine Hoffnung, die jedoch sich nicht verwirklicht hat. Holdheim läßt nämlich hier am Schluffe nochmals die Versammlung in corpore über die Klinge springen, nachdem er sein Scharfrichteramt zuerst an jedem Einzelnen geübt hat nud zuletzt noch am Schonungslosesten an Herzfeld und Stein. „Ich halte, sagt er, die dritte Rabbinerversammlung, deren Thätigkeit zunächst dem Sabbalhe gegolten, darum für verfehlt und verunglückt, weil sie gegen die Verlegung sich ereifert und dennoch von der Betheiligung der Iudenheit am Staatsleben mit so vieler Salbung gesprochen." — Ich glaube — äußert er sich weiter oben, Herzfeld gegenüber — ich glaube — mag's Einbildung sein — nur ich, nemlich auf dem Standpunkte, den ich einnebme, habe ein Privilegium auf diese Ansichten und ich darf sie geltend machen; Ihnen — er spricht hier zunächst zu Herzfeld, aber, wie der Schluß erläutert, auch zu der ganzen Versammlung — auf Ihrem Standpunkte

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