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Der Israelit des neunzehnten Jahrhunderts · 1847-04-11 · Heft 15 (11.4.1847) · page 1

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Journal
Der Israelit des neunzehnten Jahrhunderts
Volume
8 (1847)
Issue
Heft 15 (11.4.1847)
Date
1847-04-11
Page
– (sequence 1)
Language
German
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Der Sfrifrfit des neunzehnten Jahrhunderts. Eine Wochenschrift für die Kenntnis und Reform des israelitischen Lebens. Redigirt und herausgegeben Br. M. Heß, Großherzogl. Weimar'schem Lanv-Rabbinen zu Eisenach. Zu beziehen durch alle Postämter und Buchhandlungen. Preis für den ganzen Jahrgang 3 Anzeigen für die gespaltene Zeile 6 a/s Nr. IS Sonntag den LI. April 1847. Till. Jahrgang. Ueberblick Haupt-Artikel: Ueber die Speisegesetze am Pessach-Feste. — Geschichte des Tages: Schwerin: Rabbinerwahl in Schwerin. — Aus dem Weimarischen: Schritte für südisch-bürgerliche Verbesserungen. — Hanover: Rechtserweiterungeu in Hanover. — Schwerin: Offener Brief über die dritte Rabbiner.Versammlung. Von vr. Holdheim. — Literarische Anzeige. Ueber die Speisegesetze am Pefsach - Feste. Zn der 14. Sitzung der dritten Rabbinerversammlung wurde auf Vorschlag des Präsidenten eine Commission beliebt, um Vorschläge zu einem Collectif-Ausspruch, in Betreff der Hülsenfrüchte mit Einschluß des Reises und der Hirse vorzubereiten. Auf Antrag des Herrn Wagner: Daß der Commission auch aufgegeben werden möge, zu erörtern was eigentlichen seie, beschloß die Versammlung, der Commission volle Freiheit bei ibrer Arbeit zu lassen. Durch diesen Antrag des Herrn Wagner geht die Frage aus einer blos rituellen in eine rein wissenschaftliche über, wo weder im Talmud noch in seinen vielen Fortsetzern und Auslegern Raths zu erholen ist. Nur die natürlichen Erscheinungen bei den Veränderungen der Bestandtheile im Pflanzenreiche stehen zu Gebote, um sie zur kritischen Erklänmg der betreffenden Stellen der Mazoth- und Chamotzverordnung in Anwendung zu bringen, wozu folgender geringer Versuch als Aufforderung für dazu Befähigtere dienen soll. Durch Veränderung ihrer Bestandtheile gehen die Pflanzenstoffe, nach verschiedenen Abstufungen und in verschiedenen Formen, ihrer gänzlichen Zersetzung entgegen. Wenn gewisse Theile derselben z. B. Mehl mit Wasser beim Zutritt der Luft und der Wärme in Berührung kommen, erzeugt sich bald eine innere Bewegung: die geistige Gährung. Dieser sind hauptsächlich jene Körper fähig, welche Bestandtheile enthalten, die in Zucker übergehen können: Ein solcher ist vorzüglich das Stärkmehl. Ferner dem Lichte und der Wärme ausgesetzt bleibend, entsteht die sauere, oder Essiggährung, früher aber einer Destillation unterworfen, entwickelt sich ein brennbarer, geistiger, beim Genüsse berauschender Stoff —Alkohol, Weingeist— der für sich Allein keiner weitern Zersetzung in freier Luft, sondern nur einer gänzlichen VertzunstmHHpnterliegt. Um einen Teig, der aus MOlMnd TMM*bereite^iK, auf unbestimmte Zei^HMbas^M^^yn geistigerals in EssiaaMung zuEwckyren^^^^^inreichend, ihn vom der Luft schnellen Erhitzung ausAetzeE, woh^^M T^MUverdunstet; in siedendem Wasser zrr ko^p^^er^^^^te des^e-

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