Der Israelit des neunzehnten Jahrhunderts
- Journal
- Der Israelit des neunzehnten Jahrhunderts
- Volume
- 7 (1846)
- Issue
- Heft 51 (20.12.1846)
- Date
- 1846-12-20
- Page
- – (sequence 1)
- Language
- German
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Der Israelit des neunzehnten Jahrhunderts. Eine Wochenschrift für die Kenntnis? nnd Reform des israelitische» Lebens. Redigirt und herausgegeben von Di». M. Heß, Großherzogl. Weimar'schcm Lcmd-Rabbinen zu Eisenach. Zu beziehen durch alle Postämter und Buchhandlungen. Preis für den ganzen Jahrgang, o h ne das Literaturblatt lvon welchem jede Woche ein halber Bogen in groß Quart erscheint) 3 , mit demselben 5 «f. Anzeigen für die gespaltene Zeile 6 a\. Nr. 3t. Sonntag den 30. Dreembcr V B S. Jahrgang. U - b - rblick Haupt-Artikel: Die Protokolle der dritten Rabbinervcrsammlung und die Sabbathfrage. Von Wechsler. — Geschichte des Dngcs: Breslau: Die Rabbinerverfammluiig; Hr. Tiktin. — Hamburg: Schulwesen in Haneburg uns Altona. — Ratibor: Fvrtschritrte in Oberschlesten. — Anzeigen. Inhalt des Literatur-Blattes: Kurze Anzeigen und Kritiken. (Fortsetzung.) Die Protokolle der dritten Rabbinerversammlung und die Sabbathfrage. Von Wechsler. Erster Artikel. Es darf mit Recht angenommen werden, daß die Akten über die Sabbatlnrage noch lange nicht geschlossen sind, daß die Wissenschaft nnd die Cruik einerseits, sowie das Leben und seine Mächte andererseits diese Frage über kurz oder lang wieder in den Vordergrund drängen und sich nicht mit der Lösung begnügen werden, die ihr in den diesjährigen Verhandlungen geworden ist. Das Geständniß des Ungenügens, das in den Anträgen der Commission so wie in den Protokollen wiederholt niedergelegt ist, embält schon die Berechtigung zu solcher Forderung. Noch mebr tragen die gefaßten Beschlüsse das Gepräge des Vorläufigen, Unzureichenden an sich. Und wenn zwar die Anklagen und Sarkasmen, welche die Versammlung in Betreff dieser Beschlüsse von einigen Seiten ber betreffen haben, in den Protokollen selbst ihre schlagende Widerlegung finden und es sich da dem Unbefangenen zeigt, daß die Versammlung sich dessen wodl bewußt war, was sie ausgesprochen und — nicht ausgesprochen, was sie gethan und — nicht getban bat, nnd wenn es darum eine entweder überflüssige oder vergebliche Milbe sein dürfte, in Controversen gegen solche Anklagen sich einznlassen; — so büße es doch eine arge Selbsttäuschung, wollte man sich mit den Beschlüssen völlig zufrieden und nicht zugeben, daß obwaltende Verbältnisse nnd Racksichten ihren Antbeil an der Fassung gebabt, ja daß selbst manche Unklarheit und Schwebe in der Ansicht Einfluß auf die Abstimmung geübt nnd ein entscheidenderes Festsetze» dessen, was der Sabbalh ist und nicht ist, verhindert hat. Geben die Protokolle selbst über dieses Alles den