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Der Israelit des neunzehnten Jahrhunderts · 1846-11-29 · Heft 48 (29.11.1846) · page 1

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Journal
Der Israelit des neunzehnten Jahrhunderts
Volume
7 (1846)
Issue
Heft 48 (29.11.1846)
Date
1846-11-29
Page
– (sequence 1)
Language
German
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Der Israelit des neunzehnten Jahrhunderts. Eine Wochenschrift für die Kenntuiß und Reform des israelitischen Lebens. Redigirt und herausgegeben von Br. M. Heß, Großherzogl. Weimar'schem Lanv-Rabbinen zu Eisenach. Zu beziehen durch alle Postämter und Buchhandlungen. Preis für den ganzen Jahrgang, ohne das Literaturblatt lvon welchem jede Woche ein halber Bogen in groß Quart erscheint) 3 ^, mit demselben 5 Anzeigen sür die gespaltene Zeile 6 Nr. 48. Sonntag den Ncvember 18-44». VII. Jahrgang. U e b e r b l i ck. Haupt-Artikel: Offene Briefe über die dritte Nabbiner-Versammlung, von vr. Holdbeim. (Schluß.) — Geschichte des Tages: Frankfurt a. M.: Die Protokolle der dritten Nabbiner-Versammlung. — Aus Baiern: vr. Frankel und die Theologe».Versammlung. — Aus dem Großherzogthume Posen: D e Culuisfrage. in Preußen. Inhalt des Literatur-Blattes: Die Leviratsehe und die crbiecbiticbe Qualität des Levir, von vr. Honigmann. (Schluß.) — Eine neue Erklärung über den Opftrkulius des sogenannten l'yw (hircus emissarius) und des Wortes von Dreifuß. -Offene Briefe über die dritte Rabbiner- Versammlung. Von Dr. oldheim. Erster Brief. (Schluß.) Man wird aber dessen ungeachtet cinräumen müssen, daß jedes höbere Beivußtsein, wenn cs im Gemütbe lebendig geworden, zugleich das iunere Streben und deshalb auch die Pflicht mit sich führt, sich zu äußern, sich auszusprechen und kund zu thun, und so gerechtfertigt es erscheint, wenn die R. - V. ihre praktischen Beschlüsse, welche sie den Gemeinden zur Einführung empfehlen, unter dem Niveau jenes Bewußtseins stehen lassen, so ungcrechiferkigt würde es erscheinen, wenn dieselben auch in der Wissenschaft, in der Theorie mit der Aussprache ihres böbern Bewußtseins zurückhalten möchten. Sein höheres Bewußtsein, seine wissenschaftliche Ileberzeugung zurückhalten, die Anssprache derselben an einem Orte, wo es die Wabrheit gilt, den Rücksichten auf praktischen Erfolg zum Opfer bringen, da sei Gott für! Es ist aber nicht zu verkennen, daß auch die Rabbinerversammlung zwei Momente in sich vereinigt, was in der lwheren wissenschaftlichen Bildung und tiefem Erfassung der Religion auf Seiten der Rabbiner, als auch der der Gemeinden notbwendig begründet ist. Das eine Moment gilt demjenigen, was zum Beschlüsse erhoben und den Gemeinden zur praktischen Ausfnbrnng empfoblen werden soll, und das andere Moment gilt demjenigen, was nach dem hohem Bewußtsein und der wissenschaftlichen Ueberzeugung der Rabbinen zwar als Beschluß, welcher jenes und diese ausspricht, gefaßt werden muß, aber doch in Rücksicht seiner gegenwärtigen Unausfubrbarkeit in der Gemeinde, derselben nicht empfohlen werden darf. Sollen wir in allen Beziehungen vor allen Andern wahr und redlich

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