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Der Israelit des neunzehnten Jahrhunderts · 1846-11-15 · Heft 46 (15.11.1846) · page 1

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Journal
Der Israelit des neunzehnten Jahrhunderts
Volume
7 (1846)
Issue
Heft 46 (15.11.1846)
Date
1846-11-15
Page
– (sequence 1)
Language
German
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Der Israelit des neunzehnten Jahrhundcrts. Eine Wochenschrift für die Kenntmß nn- Reform des israelitischen Lebens. Redigirt und hernusgegeben Vi-. M. Heß, Großhcrzogl. Weimar'schein Lano-Rabbiner, zu Eisenach. Zu beziehen durch alle Postämter und Buchhandlungen. Preis für den ganzen Jahrgang, ohne das Litcraturblatt ivon w>lch.m jede Woche ein halber Bogen in groß Quait erscheint) 3 , mit demielben 5 Anz.'igen für die gespaltene Zeile 6 a/k. Nr. _Sonntag den 15. Ncvember _vif. Jahrgang. Ueberbliek Haupt-Artikel: Offene Briefe über die dritte Nab bl »er-Versammlung, von Dr. Holdheim. — Geschichte de- Tages: Vom Neckar: Verschiedenes aus Würiembe'g. — Krakau: Schlesische Ulio Krakauer Zustänve. — Aus Kuryesieii: Jüdische Zustande. — Aus Ungarn: Die Hinterm»? oer Reform in Ungarn. Inhalt des Literatur-Blattes: Zur Kriiik der Beschneidungsfrage im Reformverein. (Forts.) Offene Briefe über die dritte Rabbiner- Versammlung. Von Dr. Holvheim. Erster Brief. Schwerin, 19. Oct. 1846. Hochgeehrtester Freund! Die Nachricht wird wohl langst bis zu Ibnen gedrungen sein, daß ich bei der Berliner N.formgenossenschaft die Pr drge^ stelle angenommen habe. (5s fragt sich nun, ob die Bedeutung, welche der Berein bis ftzt verlangt bat, von der einen, und mein bisberigrs Stieben Non der andern Seite von dem Wechselvcrhällniß, in welches nnn beide getreten sind, größer» Erfolg für die Reform im Allgemeinen erwarten lasten? Die dogmatische Seile scheint oder ist auf beiden Seiten noch nicht in den Entwicklungsprozeß der Wistenfva t der Gegenwart eingeneten und du»fte dem Preusstfcheu Regiment gegenüber auch für die nächste Zukunft wohl schwerlich einer gewisten Aengülichkeit sich entledigen dürfen Was als Tbatsacbe rorliegt ist Folgendes: Die Reformgenossenschask bat bis jetzt die Be'reiling vom Joche des Cercmonialge'etzes pr-nzipiell nicht ausgespro.l'eii, dieses aber faktisch im Culms wenigstens zum Tbeil ignorirt, ich Habe diese Befreiung vielfach theoretisch urgirr. das Gesetz aber praktisch geübt. Es konnte mir allenfalls möglich sein, jene jungfräuliche Schnchtcrnbeit mit dem männlichen Ausspruch zu verbinden, »ras auch sein Gnies baben möchte. Sie kennen meine Ansicht, allen Fortschritt >m Christel,thnm ans jene Quelle der B f einngziinickzufuhren. Rurdaourch wurde cs der Wistenscha't möglich, den s. g. gesetzlichen Zustand als einen leir 1^ Iah»hunderten überwundene» zu bezeichnen, und war es einmal geläufig, den Geist, die Liebe als an die Stelle des Gesetzes getcete», anzufihcn, so konnte die Wissenschaft cö wiederum in Er-

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