Mannheim
Compact Memory

Der Israelit des neunzehnten Jahrhunderts · 1846-08-02 · Heft 31 (2.8.1846) · page 1

Scan of the page
Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Der Israelit des neunzehnten Jahrhunderts
Volume
7 (1846)
Issue
Heft 31 (2.8.1846)
Date
1846-08-02
Page
– (sequence 1)
Language
German
Belongs to
journal issue
OCR quality
91% known words query
IRI
…/2566751-2567017-2567049--2190-2570208
Visual Library
page viewer of the UB Frankfurt

Mentioned entities

OCR text

2 entity mentions

Der Ifra e l i t des neunzehnten Jahrhunderts. Eine Wochenschrift für die Kermtrntz und Reform des iftaelittfcbeu Lebens. Redigirt und herausgegeben Dr. M Heß, Großherzogl. Weimar'schem Land-Rabbinen zu Eisenach. Zu.beziehen durch alle Postäinter und Buchhandlungen. Preis für den ganzen Jahrgang, oh : e das Literaturblatt (von welchem uoe Woche ein halber Bogen in groß Quart erscheint) 3 , mit demselben 5 Anzeigen fite die gespaltene Zeile 6 Nr. 31. Sonntag den S. August 184«. VII. Jahrgang. U e b e r b l i ek. Haupt-Artikel: Rede von vr. Geiger bei Eröffnung der dritten Rabbiner-Versammlung. — Veränderter Commissionöbericht über den Sabbath. — Geschichte des TageS: Breslau: Die dritte Rabbiner-Vrrsammlung.— Frankfurt^a. ^reilrraurcrthtlv»»^— Aus Mi^telsran kein Reisebericht. (Forts.) — Mannheim: Entgegnung. Zsühalt.des Littzratnr-Älaltes: Die Prinzipien des rabb. Culius und dessen Verhältniß zum Religionsbewußlsenr der Gegenwart von'vr. Holdherm. Zweiter Artikel. (Schluß.) — Haleb und die Provence in der ersten Hälfte des täten Zahrhunderts. Rede von Dr. Geiger bei Eröffnung der dritten Rabbiner-Versammlung. Ehrenwerthe Vcrsammlnng! . Hochgeehrte Amtsbrnder.' Mit herzlicher Freude begrüße ich Sie bier, die Sie sich hier zum dritten Male vereinigen, um der Aufgabe, Sie sich gestellt, durch Erwägung, Vorschläge und Maßregeln, das religiöse Leben in der Jndenheit namentlich Deutschlands zu beleben, immer näher zu kommen und zu kräftigen. Ihr hochachtbares Streben gewinnt umsomehr an Bedeutung, als Sie die Opfer und Beschwerden, welche bei dem überwiegend größten Theile von Ihnen die weite Reise biAer erfordert, nicht scheuten, «yd nach der äußersten grenze unseres Vaterlandes eilten, nm die anderswo begonnenen Berat Hungen fortzusetzeu. Dafür sage ich Ihnen meinen tiefgefühlten Dank, dafür sagt Zbnen die hiesige Gemeinde Dank; Sie sind dem Rufe ans der Ferne berettwillig gefolgt, denn überall wo ein lebendiges Interesse für Zudenthllm sich zeigt, da fühlen Sie sich heimisch, da erkennen Sie einen geeigneten Boden für Ihre Wirksamkeit. Bedeutend unv tief war die Bewegung, welche auch im Laufe deS Jahres, das nun seit der zweiten Veriammlnng verflossen, die Gemnther aufgeregt hat; Wunsche und Anforderungen brausten und wogten durcheinander, und wenn wir ans der einen Seite darin freudig das immer erstarkende religiöse Leben erkannten, wabrnahmen, daß die tödtende Gleichgültigkeit fast überall geschwunden ist, wenn wir auch in den verschiedenen Richtungen mit Befriedigung meist ein und dasselbe Streben erkannten, sich von deit Wahrheiten des Glaubens wieder zu dnrchdrmgen, und die Mittel zur Erhebung sich anzneignen, mögen auch die zu diesem Zwecke eingefchlagcnen Wege sehr verschieden sein, so mußte uns doch die dadurch verur-

Text as recognised by OCR (ABBYY FineReader), without corrections. Entity mentions: TagMe (2021); their positions were matched to this text again.