Der Israelit des neunzehnten Jahrhunderts
- Journal
- Der Israelit des neunzehnten Jahrhunderts
- Volume
- 7 (1846)
- Issue
- Heft 26 (28.6.1846)
- Date
- 1846-06-28
- Page
- – (sequence 1)
- Language
- German
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Der Israelit des neunzehnten Jahrhunderts. Eine Wochenschrift für die KermtniH nird Reform des israelitischen Lebens. Redigirt und herausgegeben l>r. M HeH, Großherzogl. Weimar'schem Lanv - Rabbinen zu Eisenach. Zu beziehen durch alle Postämter und Buchhandlungen. Preis für den ganzen Jahrgang, ohne das Literaturblatt (von welchem rede Woche ein halber Bogen in groß Quart erscheint) 3 mit demselben 5 Anzeigen für die gespaltene Zeile 6 /*$£. Nr. S«. Sonntag den S8. Juni 1848. VII. Jahrgang. Ueberblick. Haupt-Artikel: Sabbath-Bericht; Entwurf zu einem Berichte über den zweiten Festtag. (Schluß.) — Geschichte des Tages: Breslau: Vorbereitung zur dritten Rabblner-Verfamml. — Breslau: Oie dritte Rabb.-Bersamml. — Aus Thürrn« gen: Unsere Gegenwart und unsere Zukunft. (Schluß.) — Aus Baiern: Breslauer Corresponven; im Orient. — Pesth: Israelitisches Schulwesen. — Preß bürg: Jüdische Zustände. Inhalt des Literatnr-BlatteS: Die Prinzipien des rabb. Cultus und dessen Verhä'ltniß zum Religionsbewußtsein der Gegenwart von vr. Holdhcim. Zweiter Artikel. (Fortsetzung.) Sabbath - Bericht; Entwurf zu einem Berichte über den zweiten Festtag. (Schluß.) Etwas anders faßt die Gemara die Doppelfeier des Neujahres auf; weil diese sich von allerer Zeit berschrcibt, betrachtet sie sie als unantastbar, als einen zusammengebörigen gebeiligten Zeitraum -rnn'-irr Allein ob der Zweifel ein höheres Alter hat, ist dann von keiner Bedeutung mehr, wen»! der Zweifel geschwunden ist, und so bat der zweite Tag des Rcujabrs keine größere Berechtigung als ein anderer zweiter Festtag. Lächerlich ist die Behauptung Rapopons als sei bereits in Neh. 8. 13. des zweiten Neujabrstages erwähnt; im Gegentheile ist es noch sehr zweifelbaft, ob gar des ersten Neujahrstages dort gedacht wird. Dort wird näm- 1) nbuv niWl S. 12, deutsche Uebers. S. 15. lich erzählt, daß nachdem die Israeliten sich wieder mög « lichst heimisch in Palästina gemacht und der jüdische Staat wieder restaurirc worden, beim Herannahen des siebenten Monats stch das Volk in Jerusalem versammelt, und am ersten des siebenten Monats las Esra tönen allen aus dem Buche der Lebre vor, und als das Volk dabei in Weinen ausdrach, da ermahnten Esra, Nehemia und die Leviten das Volk, sie sollten nicht betrübt sein, sondern den Tag als einen heiligen und festlichen fröhlich begehen. Ob nun dieser Tag als ein bereits froher festgestellter Festtag gefeiert wurde, oder bloß, weil sie nur zum ersten Male sich zum Anhören der Lehre vereinigt hatten und er deßhalb auch fröhlich begangen wurde, dies kann aus dem Zusammenhänge dort nicht entschieden werden, wahrscheinlicher ist die letztere Ansicht, und von einem Schofarblasen ist durchaus keine Rede. Jedoch sei dem wie ihm wolle, mag dieser erste Tag des siebenten Monates auch damals als Neujahr