Mannheim
Compact Memory

Der Israelit des neunzehnten Jahrhunderts · 1846-05-24 · Heft 21 (24.5.1846) · page 1

Scan of the page
Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Der Israelit des neunzehnten Jahrhunderts
Volume
7 (1846)
Issue
Heft 21 (24.5.1846)
Date
1846-05-24
Page
– (sequence 1)
Language
German
Belongs to
journal issue
OCR quality
94% known words query
IRI
…/2566751-2567017-2567039--2056-2570064
Visual Library
page viewer of the UB Frankfurt

No entity mentions on this page.

OCR text

Der Israelit Ves neunzehnten Jahrhunderts. Eine Wochenschrift für die Keimtnitzund Reform des israelitischen Lebens. Redigirt unv herausgegeben »r. M. Heß, Großherzogl. Weimar'schem Lanv-Rabbinen zu Eisenach. Zu beziehen durch alle Postämter und Buchhandlungen. Preis für den ganzen Jahrgang, ohne das Literaturblatt (von welchem jede Woche ein halber Bogen in groß Quart erscheint) 3 «f, mit demselben 5 Anzeigen für die gespaltene Zeile 6 #t. Nr. St Sonntag den S-L. Mai 184« VLI. Jahrgang. Ueberblick. Haupt-Artikel: Die Emancipationsfrage in der bairischen Stände-Bersammluna. — Geschichte des TageSr Frankfurt a. M.: Dr. H. Gra'tz. — Briefe vom schlesischen Qvergebiete. (Schluß.) — Litercn. Anzeige. Inhalt des Literatur-Blattes: Vorschläge zu einer Reform der jüdischen Ehcgesetze, von vr. Herzfeld. (Schluß.) — Zulässigkeit und Dringlichkeit der Spnagogen-Ncformen. Die Cmaneipatronsfrage in der bairischen Stände-Versammlung. (Aus Baiern, im April.) — Für die 49. Sitzung der Kammer der Abgeordneten befindet sich auf der Tagesordnung: Vortrag des Referenten im dritten Ausschusfe über die von mehreren Abgeordneten ungeeignete Vorstellung der jüdischen Glaubensgenossen um bürgerliche und politische Gleichstellung mit der christl. Bevölkerung. Das Referat ist bereits im Druck erschienen, und, wie sich von der Bildung und Freisinnigkeit des humanen Referenten, Freiherrn von Gurnpeuberg, nicht anders erwarten ließ, ein sehr günstiges zu nennen, denn, wenn auch der Schlußantrag nicht auf vollständige Emancipation lautet, so wird sie doch dem Principe nach nicht verweigert, vielmehr in nahe Aussicht gestellt. Das Referat, welches mit seinen Beilagen 156 Seiten stark ist, enthält Vieles, was die Leser Ihres Blattes interessiren wird, und ich theile Zhnen den Hauptinhalt desselben mit. Im ersten §. werden die Vorstellungen aufgeführt, welche von Seiten der baierischen IDden bei der hohen Kammer eingereicht wurden, einzeO aufgeführt unv vom Herrn Rcf. mit folgenden Worten eingeleitet: „Ein Nothrus der Iudenschaft ertönt gegenwärtig aus allen Theilen des Königreichs. Noch kein Landtag, seit dem Jahre 1819, sah eine solche Zahl von Vorstellungen dieser Glaubensgenossenschaft sich den Weg zur Kammer de^Abgeordneten bahnen, als gerade der gegeinvärtige, der ihnen aber auch freundlich die Thore öffnete, und nur wenige dieser Vorstellungen m** ren es, die nicht einen kräftigen Vertreter im SchorUe der hohen Kammer fanden. In dieser raschen Aneignung und nngehenchelten Theilnahme darf erkannt werden, daß, wenn auch manche der ausgesprochenen Wünsche über daS Ziel hinausstreifen, welches zu überschreiten jetzt vielleicht noch zu frühe wäre, im Ganzen doch nur um Billiges, ja Nothwenviges gebeten wird." Im Gau-

Text as recognised by OCR (ABBYY FineReader), without corrections. Entity mentions: TagMe (2021); their positions were matched to this text again.