Der Israelit des neunzehnten Jahrhunderts
- Journal
- Der Israelit des neunzehnten Jahrhunderts
- Volume
- 9 (1848)
- Issue
- Heft 7 (13.2.1848)
- Date
- 1848-02-13
- Page
- – (sequence 1)
- Language
- German
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des neunzehnten Jahrhunderts. ©hie Wochenschrift für §SVtsch Litt rrsrd Sefotts rM ZttdeNt hr? Nr. R e d i g i r t M. Hefr, Großherzogl. Weimar'schcm s!an:-Rabbinen z.r Eisenach und Vü'- S. Hotdherm, Rabbiner der Äcsermgenosscnscl'.an in Bcr'in. Zu beziehen durch alle Postämter und Buchhanolnnacn. Preis 'ürdcn ganze» Jahrgang :> Anzeigen für die gespaltene Zeile 6^; Diejenigcn, ivcfcf?c Berlin naber sine als Ei'cnach und Zranr'uri a. A?./wollen ihre Beiträge an den Äitrcdaktcur »r. Soldheim senden. Schriften zur Rccenfion sin: an ::e Berlagsbandlung zu adressiren. 'Kv. V» Sonntag de» LZ. Februar ZX. Jahrgang. . - — "irTsTTTFlTcS — ' ' Haupt - Artikel: Jorlänfrger Berich, über ein neu;n begründ, : ieli g i o n s .v e r k fürS.bule u. Hans— Geschichte des Tages: Frankfurt a. M.: Prefeuer Lieber. — Berlin: B.e -.::'.-..-.:l:ebildende Kran des Rationalismus. - Bon der Oder: Eine Reformgcmemde in Lien. — Mecklenburg: Rcfonna.nrcc-rrcn': in Bteeklenbura. — Br cs lau : Berrchiedcues e.us Breslau. - Air. An;. ... Vorläufiger Bericht über ein neu zu begründendes Religionswerk für Schule und Haus. Von vr. Jacob Auerbach und vr. I. A. Jost. Eine der wichtigste!! Fragen, welche gegenwärtig die Aufmerksamkeit der deutschen in der Bildung fortgeschrittenen Israeliten beschäftigen, ist die zeitgemäße Gestaltung des NcligionsurtterrichtS. Tic crhöhclcn Anforderungen, welche an den Unterricht der Jugend gestellt werden, erstrecken sich ganz besonders auch auf die Religion 6 leb re, um so eher, als hier die Ansichten, Grundsätze und Richtungen ans mannigfache BJeiw sich spalten und anSeinandergchen. Aber auch die Schwierigkeit, hierin ein einheitliches Streben zu erzielen, wird allgemein empfunden, und die gewissenhaften Lehrer der Jugend sehen sich daher immer von Neuem aufgefordcrt, ernstlich die Mittel und Wege in Betracht zu ziehen, wie derselben eine gründliche Vorbereitung zu crtheilen sei, damit sich eine gesunde, geläuterte, wahrhaft fromme Anschauung und sittliche Gesinnung herauSbildc. Tie 21 Bacher der h. Schrift, für den Israeliten die Hauptg-tclle religiöser Erkenntnis;, sind auch beim Unterricht das alleinige und bleibende Fundament, auf welchem inst Sicherheit fortgebaut werden kann. Lehrb ü ch c v und fl a r e ch i S m e n, verschieden in Einrichtung, Merbede und Ausdruck, and) notbwendig wechselnd nach AtterS- und Bildungsstufen, sins. nur HnlfSmittel, BZeaweiser und Führer ans diesem Gebiete und entbehren ohnehin jeglicher Autorität; —die Bibel allein ist C t c bleibende Grundlage. Aber 'eicc erheben sich ernste und wichtige Fragen, welche noch nicht gelöst sind, und von deren Erledigung der Erfolg bedingt wird. AndcrS war cS vormals, anders ist es jetzt. Bis in unser Zeitalter herab bediente man sich der h. Schrift beim Unterricht fast nur in der Ursprache. Beim mündlichen Ucbersetzcn und Erläutern deS Tertes zog die Beachtung der Sprache