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Der Israelit des neunzehnten Jahrhunderts · 1847-03-07 · Heft 10 (7.3.1847) · page 8

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Journal
Der Israelit des neunzehnten Jahrhunderts
Volume
8 (1847)
Issue
Heft 10 (7.3.1847)
Date
1847-03-07
Page
– (sequence 8)
Language
German
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so legung eines in jeder Beziehung vollständigen Verzeichnisses sämmtlicher israelitischen Schullehrer und Vorsänger, Schul- und Vorsängeramtsverweser, Schulprovisoren und befähigter Vorsänger wird dem Rabbinat aufgetragen hierher zu berichten : 1) Namen und Vornamen sämmtlicher im dortigen Rab- Linatsbezirke angestellten oder auch nur sich dort aufhaltenden befähigten israel. Schullehrer und Vorsänger, Schulamtsgehülfen, Schul- und Vorsängeramtsverweser, Schulprovisoren- und (nach erstandener erster Dienstprüfung befähigten) Schulamts, candidaten. 2) Geburtstag derselben, Geburtsort, Ergebniß der ersten und der zweiten Dienstprüfung, bisherige Verwendung und An. stellung derselben mit Angabe des Datums des jeweiligen Dienstantritts und der Dienstveräudernngen. 3) Die Besoldungsverhältniffe der verschiedenen im dortigeu Rabbinate befindlichen israel. Schullehrer- und Vorsänger- Stellen, ob jeweilig die beiden Stellen verbunden sind; welche gesetzliche oder vertragsmäßige Nebenbezüge mit diesen Stellen verbunden sind als z. B. für das Halten der Sonntagsschule, für Ausrufen zur Thora; oder zufällige aber beständige Einnahmen z. B. von Lectionen (Schiurim) bei Brüderschaften und dergleichen. 4) Zustand und Bestand der Schullehrer- und Vorsänger- Wohnungen, ob solche Eigenthum der betreffenden Kirchengemeindcn sind, wo keine solche vorhanden, wie hoch das Miethgeld- Aversum sich belauft, oder ob die Gemeinde eine solche gemiethet. 5) Schülerzahl an jedem Ort, ob die israel. Conftssionsschule eine fteiwillige (lediglich der israel. Kirchengenossenschaft obliegende) oder eine von der politischen Gemeinde zu erhaltende Volksschule (§. 13. des Gesetzes über die Volksschulen) ist, in letzterem Falle ob der israelitische Schulmeister eine Bürgergabe bezieht, und ob die Schule und die Schullehrer-Wohnung oder eine derselben, in gleichem Hause wie die christliche sei, im ersten Falle, ob die israelitische Schule in einem eigenen Gebäude sich befindet, und ob dieses Eigenthum der Kirchengemeinde sei, over ob die Schule in einem Miethlocale sich be- Cultusverbefferungen im Herzogthum Meiningeu. (Bon der bayerisch - sächsischen Grenze, im Febr.) — In Ermangelung interessanter Nachrichten aus Bayern werden Sie einige Mittheilungen aus dem Nachbarlande nicht zurückweisen, die mindestens erfreulicher sind, als was ich Ihnen von hier mitzutheilen hätte. Im Herzogthum Meiningen, wo vor noch nicht lange, in der Synagoge die Unordnung so groß, wenn nicht noch größer als in der Synagoge diesseits war, ist seit der Einführung der neuen Synagogenordnung der Fortschritt höchst erfreulich. Der Widerwillen gegerff.die Neuerungen ist fast gänzlich verschwunden, und herrscht nicht nur äußerlich die schönste Ordnung und erhebende Ruhe, sondern der ganze Gottesdienst ist erbaulich, die Chorgesänge wirken wohlthätig auf das Gemüth uud die sabbathlichen Vorlesungen verfehlen ihre belehrende Wirksamkeit nicht. Dagegen muß man auch sagen, daß, wie die Regierung 'allen Ernstes Verbesserung des Cultus beabsichtigte, von Seiten der Lehrer auch alles Mögliche gethan wird, die Reformen zu handhaben und dem Volk lieb zu machen. Mit recht lobenswerthem Eifer suchen diese den Chor auszubilden und durch recht wackere Chorgefänge den Gottesdienst erbaulich zu machen. Auch die Gemeinden und namentlich die Vorsteher sind von einem guten Geist beseelt, was sich bei Gelegenheit der jüngsten Feier der 25 jährigen Regierung des Herzogs auf eine recht lobenswerthe Weise bewährte. Zur Feier dieses Tages haben nämlich die Juden des Landes einen Fond zur Unterstützung der jüdischen Lehrers-Wittwen gegründet. Dieser Akt der Wohlthätigkeit ist für die Begründer eben so ehrenvoll, als er den Lehrern das ehrenvollste Zeugniß ausstellt, wie zufrieden die Gemeinden mit ihnen sind. Literarische Anzeige. So eben ist erschienen und durch alle Buchhandlungen zu beziehen, in Frankfurt durch die Hcrmann'sche Buchhandlung. Reform-Zeitung. Organ für den Fortschritt im Judenthum. Redigirt unter Mitwirkung der Genossenschaft von A. Reben stein. Nr. 1. Monat Januar. Monatlich erscheinen 2 Bogen Tert in Folio. Alle Königl. Post-Aemter nebmen Bestellungen an. Preis vierteljährlich 10 Sgr. Was ist geschehen? Was ist zu thun? Eine Ansprache an die Gleichgesinnten unter seinen Glaubensgenossen von DF. S. Stern. Preis 6 Sgr. Berlin. Expedition der Reform-Zeitung. Verlag der I. C. Hermann'schen Buchhandlung in Frankfurt a. M. — Druck von Fried. Krähe in Offenbach.

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