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Der Israelit des neunzehnten Jahrhunderts · 1847-02-28 · Heft 9 (28.2.1847) · page 1

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Journal
Der Israelit des neunzehnten Jahrhunderts
Volume
8 (1847)
Issue
Heft 9 (28.2.1847)
Date
1847-02-28
Page
– (sequence 1)
Language
German
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Der Israelit des neunzehnten Jahrhunderts. Eine Wochenschrift fiir die Kemitniß und Reform des israelitischen Lebens. Redigirt und herausgegeben von Dr. M. Heß, Großherzogl. Weimar'schem Land-Rabbinen zu Eisenach. Zu beziehen durch alle Postämter und Buchhandlungen. Preis für den ganzen Jahrgang 3 *f. Anzeigen fiir die gespaltene Zeile 6 a# Nr. 9* Sonntag den 38« Februar 1847. Till. Jahrgang. Ueberblick. Haupt - Artikel: Die Speisegesetze am Pesfach-Feste. — Geschichte des Tages: Frankfurt a. M>: Reform.— Aus Mecklenburg-Schwerin: Rabbinerwahl. — Schwerin: Offener Brief über die dritte Rabbiner-Versammlung. — Darmstadt: Die Beschneidungsfrage. — Erklärung. Die Speifegesetze am Pessach-Feste*) Mit Ausnahme des Sabbatbs hat wohl nirgends der Talmudismus eine solche Geschäftigkeit bewiesen, das biblische Gesetz in's Tausendfache zu vermehren und zu vervielfältigen, als bei den Speisegesetzcn am Pessachfeste, weßhalb auch die dritte Rabbinerversammlung eine Commission ernannt hat, die sich mit der Frage, wie jene Gesetze zu mildern seien, beschäftigen soll. Aber Pflicht der Journalistik ist es, solche Fragen durch öffentliche Besprechung vorzubereiten, und wollen wir daher nicht ermangeln, hiezu durch die nachfolgenden Zeilen einen kleinen Beitrag zu geben: Die b i b l i sch e n Vorschriften über das P e ssa ch (wir verstehen jetzt hierunter nicht die Darbringung des *) Der uns zugegangene zweite Artikel über die Speisegeetze (S. Nr. 6 und 7, folgt in Nr. 12) Die Red. Pessach-Opfers, des sogenannten Opferlammes, welches mit der Zerstörung des Tempels anfgehört, sondern die übrigen jenes Fest betreffenden Vorschriften) sind sehr einfach und verständlich. Es wird da*) befoblen, daß 7 Tage lang, vom Abend des vierzehnten Tages des ersten Monats bis zum Abend des 21. ungesäuertes Brod (n*ü»3) genossen und wäbrend dieser Zeit, Sauerteig (-»ixtp), oder gesäuertes Brod (psn) weder genossen, noch irgendwie im Hause gesehen, sondern schon mit Beginn dcs ersten Tages weggeschafft werden soll. Den Grund bietür gibt die Schrift selbst (2. Mos. 12, 39) an: Und sie bucken den Teig, welch.eu sie mit brachten aus Mizrajim, zu ungesäuerten Kuchen, denn er war nicht gesäuert, weil sie weggetrieben wurden aus *) 2. B. Mos. Kap. 12; B. 15, 17-20. Kap. 23, V. 7 u. 8. 5. B. Mos. Kap. 16, V. 3, 4, 8.

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