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Der Israelit des neunzehnten Jahrhunderts · 1847-02-07 · Heft 6 (7.2.1847) · page 1

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Journal
Der Israelit des neunzehnten Jahrhunderts
Volume
8 (1847)
Issue
Heft 6 (7.2.1847)
Date
1847-02-07
Page
– (sequence 1)
Language
German
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Der Zsraelit des neunzehnten Jahrhunderts. Eine Wochenschrift für die Kenntnitz und Reform des israelitischen Lebens. Redigirt und herausgegeben von Dr. M. Heß, Großherzogl. Weimar'schem Land-Rabbinen zu Eisenach. Zu beziehen durch alle Postämter und Buchhandlungen. Preis für den ganzen Jahrgang 3 Anzeigen für die gehaltene Zeile 6 a# G. Sonntag den 7. Februar 1847. viil. Jahrgang. Ueb erblick. Haupt-Artikel: Materialien für den Commissionsbericht über die Speiscgesetze. — Geschichte des TageS: Aus Würtembcrg: Rückblick auf das Jahr 1846. — Vom Ries, Pflaumloch, im Könige. Würtemderg. — Vom Rhein: Kirchliche und chulverhältniffe in Nassau. — Trier: Qberrabbiner Cahn. — Aus Baiern: Rückblick auf ras Jahr 1S46. (Schluß.) Materialien für den Commissionsbericht über die Speifegefetze. Erster Artikel. Die Frage über die Speisegesetze gehört unstreitig zu den wichtigsten, deren Behandlung die Rabbinerversammlung sich vorgesetzt, und es wird wohl nicht zu viel behauptet heißen, wenn man sie bei den Verhältnissen der Gegenwart eine Lebensfrage fürs Judenthum nennt. Tausende von Israeliten werden vom Leben nicht ohne heftiges Sträuben des Gewissens zur Verlezzung dieser Gesetze gcnöthkgt und so, indem sie sich mit dem Judenthum nun einmal zerworfen glauben, demselben allmählig ganz und gar entfremdet, abgesehen davon daß das Begehen einer jeden vom Gewissen — gleichviel ob mit Recht oder Unrecht — verworfenen That an und vor sich selbst schon die moralische Eristens in ihren Grundfesten erschüttert. Nicht die materiellen, sondern die religiösen Bedürfnisse sind es, welche von dieser Seite her eine mögliche Ausgleichung zwischen Lehre und Leben dringend gebieten, und selbst diejenigen, welche jenen auch nicht die geringste Berechtigung, dem Bestehenden gegenüber, zugestehen wollen, werden wenigstens im Interesse der letzteren die Nothwendigkcit einer Reform der Speisegesetze nicht in Abrede stellen können. Ueber die Begründung einer solchen Reform, welche allerdings im Gesetze selbst gesucht werden muß, haben sich nun im Verlaufe dieses Jahres einige gewichtige Stimmen vernehmen lassen, wovon die eine, freilich zum Tbeile ohne näheren Nachweis — die traditionelle Erweiterung der Speiseverbote, die andere aber die fortwährende Gültigkeit des Ceremonialgesctzes überhaupt und somit auch der biblischen Speiseverbote von ccremonieller Natur bekämpft. Bei der hohen Wichtigkeit des Gegenstandes suhle ich mich namentlich als referirendes Mitglied der in Bezug auf denselben erwählten Commission veranlaßt, jetzt schon Materialien 'für den abzufassenden Bericht in einigen Artikeln zu veröffentlichen und auf diese Weise eben sowohl eine Verständigung mit den verehrlichen Comissionsmitgliedern einzuleiten, welche ich um Mittheilung

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