Der Israelit des neunzehnten Jahrhunderts
- Journal
- Der Israelit des neunzehnten Jahrhunderts
- Volume
- 7 (1846)
- Issue
- Heft 14 (5.4.1846)
- Date
- 1846-04-05
- Page
- – (sequence 1)
- Language
- German
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Der Israelit M neunzehnten Jahrhunderts. Eine Wochenschrift für die Kenntnis; und Reform des israelitischen Lebens. Redigirt und herausgegeben von I)r. M Heß, Großherzogl. Wcimar'schem Land-Nabbinen zu Eisenach. Zu beziehen durch alle Postämter und Buchhandlungen. Preis für den ganzen Jahrgang, ohne das Literaturblatt (von welchem jede Woche ein halber Bogen in groß Quart erscheint) 3 , mit demselben 5 Anzeigen für die gespalrene Zeile 6 ocfe- Nr. 14. Sonntag den 5. April l»4ö. FH. Jahrgang. Ueb erblick. Haupt -Artikel: Anruf der Gemeinde der Weft-London-Svnagoge. — Geschichte des Tageö: Frankfurt a. M. - Zur Verständigung. (Schluß.) — Wien: Jüdische Zustände. — Aus Schlesien: Eine Predigt von Dr. Geiger. Inhalt des Literatur-Blattes: Recension von vr. Geiger über Zunz, zur Geschichte und Literatur. (li. Artikel.) Anruf der Gemeinde der West - London- Synagoge, auch genannt Burton-Street- Synagoge, britischer Juden an ihre Brüder in Israel durch das vereinigte Königreich.*) Vier Jahre sind nun verflossen, seit der Einweihung der West-London-Synagoge britischer Juden, und wahrend dieses ganzen Zeitraums erfuhren wir und unsere sämmtlichen Familicnglieder, durch Gottes Genehmigung, die segensreichen Wirkungen heiliger, gemeinschaftlicher Andacht im Gebete, in Uebereinstimmung mit den Eingebungen des Gewissens. Von Anfang an, Bruder, ist auch unser erstes Streben bekannt, die in der Synagoge übliche Art des Gottesdienstes zu befähigen, die wärmsten Gefühle der Andacht zu wecken und die reli¬ *) Als treue Übersetzung des Originals uns aus London zugesendet. Die Redaction giösen Bedürfnisse der Gemeinde zu befriedigen und zugleich denselben in vollkommenem Einklang zu erhalten mit den Grundsätzen unscrs gemeinsamen Glaubens.' Und freudig können wir behaupten, daß seit der ersten Eröffnung unsrer Synagoge für den öffentlichen Gottesdienst bis auf diese Stunde keine Abänderung statrfand in dem Systeme, mit welchem wir begonnen, wie auch durchaus kein Vorfall unsere gespannte Erwartung täuschte, daß es vollkommen den Zwecken entsprechen werde, die wir im Auge hatten. Die Gründung unserer Gemeinde war nicht das Erzeugniß eines neuerungssüchtigen Geistes gegen das uralte Gesetz Israels, auch nicht das eines sinnlichen Wunsches, uns zu befreien von den göttlichen Gebeten und Gebräuchen, auf welche ein Israelit angewiesen ist. Unser Schritt war vielmehr die Wirkung unsrer Anhänglichkeit an den mosaischen Verfassungen, für welche eine innige Achtung unverträglich ist mit einer Nicht-