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Der Israelit des neunzehnten Jahrhunderts · 1846-03-22 · Heft 12 (22.3.1846) · page 1

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Journal
Der Israelit des neunzehnten Jahrhunderts
Volume
7 (1846)
Issue
Heft 12 (22.3.1846)
Date
1846-03-22
Page
– (sequence 1)
Language
German
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Der Israelit des neunzehnten Jahrhunderts. Eine Wochenschrift für die Kemrtmß und Reform des israelitischen Lebens. Redizirt und herausgegeben NL'. M. Heß, Großherzogl. Wcimar'schem Land - Rabblnen zu Eisenach. Zu beziehen durch alle Postämter und Buchhandlungen. Preis für den ganzen Jahrgang, ohne das Lueraiurblatt(vonwelchemlere Woche ein halber Vogen in groß Quart erscheint) 3 *tf, mit demselben 5 *f- Anzeigen für die gespaltene Zeile b cc\- $tx. LZ. Sonntag den LZ. März 18-L«. VLI. Jahrgang. U e b e r b l i ck. Haupt-Artire!: Uebei die Berufung auf die talmudische Reform, von Dr. Toldlieim. — Geschichte ves Tage): Vom Zthein: Frankel. — Aus Galizien: Indische Zustände. — London: Ter Zorn der vuicc of Jacob. — Ameriia: Ter Prediger Carillon. — Constautiuopcl: Die Juden. — Frankreich: Tr. Altaras. — Brie'e vom schlesischen Odcrgebrere :'.i. Inhalt deS Literatur - Blattes: lieber die Principien eines dem gegenwärtigen Religionsbewußnein entsprechenden Culcuo von Or. Holdhcim. (Forts.) Ueber die Berufung auf die talmudische Meforw. Ein Wort 5nr Verständigung, von Dr. Holvheim. Ter Verfasser*) des Aufsatzes „Reformen im Judenthum" in Nr. 3 dcS Israeliten knüpft ad vocem Talmud einige gelegentliche Aeußerungen über daS, was ich in meinem Antwortschreiben an Uv. Herzfeld und namentlich in Nr. 48 des Israel, v. v. I. über das Berhältniß unserer Reformen zu den ralmudischen und namentlich über die ans diesen für jene hervorgebendc Berechtigung sagte, an, und gibt mir bei dieser Gelegenheit zu bedenken, ob mein Scharfsinn (ein Ausdruck den ich, da er im Zusammenhänge für mich nichts weniger als ein Lob ausdrnckeu soll, ungescheuct wieder¬ *) Wir sind ermächtigr, zu erklären, daß dieser der Land- Rabbiner Wechsler in Oldenburg ist. Die Red. geben kann) mich nicht doch aus dem Geleise billiger Beurteilung bringe und zur harten Absprechung fortreiße, ja zu dialektischen Haarspall trugen notige. Ter Verfasser hält sich ziinächst an meine eignen Zugeständnisse, daß der Talmud, indem er das mos. ji;s!alu)ni> in eine vernunftgemäße Vergeltnngsrheorie umgewandelt, der Glaubenslehre die Unsterblichkeit einverleibt hat, anscheinend dein Princip der Fortbildung gehuldigt und wenigstens auf einem Gebiete tie starre Stabilität factisch verleugnet; sind wir, fragt unser Verf., ihm nicht dafür zu Tank verpflichtet? Wohl war's ein Fortschritt, fährt der Verf. in meinem Namen fort, aber — indem der Talmud die Bibel selbst so anslegte, als fei schon in ihr seine Meinung enthalten, indem er, um die Ewigkeit des Gesetzes zu retten, dasselbe nach feinem Geiste interprcttrle, begiebl er sich wieder alles Verdienstes, denn er wird sich des Fortschrittes, er wird sich dessen, was die Geschichte gelhan, nicht bewußt, er laßt'

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